Martin Schulz' Regierungsprogramm
Rechnung mit vielen Unbekannten

PremiumDer Schulz-Hype ist längst Geschichte. Jetzt will der SPD-Kanzlerkandidat mit konkreten Themen punkten. Erster Aufschlag: eine Bildungsoffensive. Doch unklar ist: Wie sollen die Versprechen finanziert werden?

BerlinMartin Schulz spricht schon eine ganze Weile. Der SPD-Kanzlerkandidat steht am Donnerstagnachmittag an einem kleinen Pult in der „Helene-Nathan“-Bücherei im Berliner Problembezirk Neukölln. Hinter ihm reihen sich Schulbücher: „Grammatik im Griff“, „Formelsammlung Chemie“, „50 klassische Romane“. In diesem zu ihm „als gelerntem Buchhändler passenden Setting“, wie Schulz es nennt, verspricht der Sozialdemokrat eine nationale Bildungsallianz, sichert gebührenfreie Bildung von der Kita bis zum Master zu und kritisiert die „radikalen Bildungsföderalisten“ und das Kooperationsverbot, das den Bund davon abhält, direkt in Bildungseinrichtungen zu investieren.

„Investitionen in Bildung, das ist ein Riesenprogramm“, sagt Schulz. Doch das sei sinnvoller als „Steuersenkungsversprechen pauschalisierter...

 
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