Tag der Einheit
Die Grenze in den Köpfen der Tiere

Sie trennte Ost und West jahrzehntelang: Die ehemalige innerdeutsche Grenze. Bei dem Versuch sie zu überqueren starben etwa 1000 Flüchtlinge. Der Zaun war ein Fluch für die Menschen – für Tiere war er ein Segen.

DüsseldorfRaubwürger, Neuntöter und Ziegenmelker sind keine Verbrecherbande, sondern allesamt Vögel, die sich im ehemaligen Todesstreifen der DDR eingenistet haben. Dort fanden die Tiere 1952, als die DDR mit dem Bau einer Sperrzone entlang der Grenze begann, Zuflucht vor dem Menschen. Hier lebten die Tiere ungestört, nur gelegentlich begegneten sie Grenzsolden. Bis 1989 die Berliner Mauer fiel. Auch die Pflanzenwelt erholte sich in dem Gebiet, in dem in vier Jahrzehnten mindestens 270 einen gewaltsamen Tod erlitten. Entlang der Grenze entstand ein fast 1400 Kilometer langer, zwischen 50 und 200 Meter breiter Grüngürtel. Er reicht von der Ostsee über die Elbe...

 
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