Medien-Branche
Journalistinnen fordern Frauenquote

Eine Internetinitiative mit führenden Journalistinnen fordert einen Frauenanteil von 30 Prozent in deutschen Medienunternehmen. Auch Chefredakteure sprechen sich für einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen aus.
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BerlinQuotenfrauen sind sie alle nicht, die gut 300 Journalistinnen, die Ende Februar mit ihrer Internetseite „Pro Quote“ für eine fixe Frauenquote von 30 Prozent in den Führungsetagen der Medienbranche angetreten sind.

Unter ihnen sind prominente Namen wie Sandra Maischberger. Sie hat es mit ihrer Talksendung zur Kultmarke gebracht. Gleiches gilt für ihre Kollegin Anne Will. Oder Elisabeth Niejahr. Die Korrespondentin der Wochenzeitung „Zeit“ gehört schon länger zur Riege renommierter Fachjournalisten.

Eine der steilsten Karrieren in der Medienbranche hat Miriam Meckel geschafft: In 15 Jahren von der WDR-Redakteurin über eine Arbeit als Staatssekretärin in NRW zur Direktorin eines Forschungsinstituts in St. Gallen. Auch sie unterstützt die Initiative und sagt: „Frauen gehören gerade in den Medien in Führungspositionen. Nicht nur, weil das heute selbstverständlich sein sollte, sondern vor allem, weil Medien täglich dazu beitragen, unsere Weltbilder zu entwerfen.“

Maischberger, Will, Niejahr, Meckel und die gut 300 anderen – sie alle wollen die Quote nicht für sich selbst. Sie wollen, dass sich grundsätzlich etwas ändert. Anne Will: „Unser Beruf lebt von klaren, kritischen Haltungen, von einem sauberen Blick auf Missstände. Dass nur ein Bruchteil der Führungspositionen in den Rundfunkanstalten und Verlagshäusern von Frauen besetzt ist, ist ein katastrophaler Missstand. Ohne Quote ändert sich – offensichtlich – nichts. Deshalb brauchen wir sie unbedingt.“

Die Botschaft kommt an: In wenigen Tagen gewann die Initiative mehr als 1500 Unterstützer. Die Chefredakteure zeigen Einsicht. „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo schrieb in einem Leitartikel, die Diskrepanz zwischen der Präsenz von Frauen in den Redaktionen und ihrer Beteiligung an der Macht sei nicht zu rechtfertigen. Sein Kollege beim „Spiegel“ kündigte konkrete Schritte an. Pro Quote fördert – zumindest schon einmal Lippenbekenntnisse.

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  • Ja toll, was so eine Familie mit sich bringt. Hätte ich nie gedacht. Die Empfehlung für einen Schulterschluß mit der Familie Westerwelle-Mronz darf sich doch erhofft werden. Alles normal, alles im gründen Bereich.

    Wie wäre es, wenn man denjenigen, die alles auf privater Basis sehen, endlich begreifen, daß das auch eine Form der Privatisierung darstellt, das eigene Fortkommen ohne Begleiterscheinung von ungeahnten Empfehlungen, weil Mann oder Frau zusammen, nun nicht mehr gleichgestellt werden.

    Da bietet sich doch gerade ein Bundesministerium für die Gleichstellung der Geschlechter untereinander förmlich an.

    Leben und leben lassen, das gilt auch für so ganz normale Menschen, wie du und ich, damit die Nachkommen aus dem Fortpflanzungsbetrieb durch natürliches Gebaren ausscheiden.

    So gesehen sorgen wir ungebremst für eine "normale" Reduzierung der ohnehin überbordenden Menschheit. Chapeau und gute Gesundheit.

  • Was für ein hanbüchener Unsinn. Entweder die Damen sind dumm oder sie wollen bewusst ein sozialistische Quotengesellschaft einführen, die genau das Gegenteil von dem ist, was sie angeblich sein soll - nämlich gerecht.
    Hier wird sehr gerne Gleichberechtigung mit Gleichstellung verwechselt.

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