Medienbericht
Neuer Brief von Unternehmer Groenewold an Wulff aufgetaucht

In einem weitern Brief hat Unternehmer Groenewold Ex-Bundespräsidenten Wulff um Unterstützung gebeten: Für die Vermarktung eines Filmes hoffte er auf Hilfe bei er Sponsor-Gewinnung.
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Hannover/MünchenIm Korruptionsverfahren gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff ist nach einem Bericht des Magazins „Focus“ ein Brief des Unternehmers David Groenewold aufgetaucht. Daher sei mit der Entscheidung über eine Anklage nicht vor März zu rechnen, berichtete das Magazin. Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel sagte der dpa am Samstag, die Staatsanwaltschaft äußere sich nicht zu Details der Ermittlungen.

Dem Bericht zufolge übergab die niedersächsische Staatskanzlei den Brief vom 29. September 2008 Ende vergangenen Jahres an die Staatsanwaltschaft Hannover. Groenewold bitte in dem Schreiben um Unterstützung bei der Vermarktung des Films „John Rabe“. Er habe den Siemens-Konzern bisher nicht als Sponsor gewinnen können. Ob der Ministerpräsident mit seinen Kontakten helfen könne? Zwei Tage zuvor habe Groenewold Wulff zum Oktoberfest eingeladen. Wulff habe Ende 2008 an Siemens-Chef Peter Löscher geschrieben und um Unterstützung für den Film gebeten.

Der Brief sei bisher nur bei Groenewold gefunden worden. Erst jetzt sei klar, dass er auch in Hannover ankam. Er enthält dem „Focus“-Bericht zufolge Vermerke zweier Wulff-Referenten. Beide Referenten würden jetzt als Zeugen befragt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ist der Brief überhaupt noch da? Meines Wissens legen Staatsanwaltschaften und Gerichte keine Verzeichnisse über die eingelieferten Beweise an. Eine Vollständigkeitskontrolle kann somit überhaupt nicht durchgeführt werden.

    In Unternehmen gehört dies zur Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Bei Gerichten ist das anders. Sie urteilen darüber. Und hat schon jemand erlebt, dass eine Krähe einer anderen Krähe ein Auge ausgehackt hat.

    Ich bin davon überzeugt, dass die Unterlagen in Sachen "Wulff" schon lange nicht mehr vollzählig sind.

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