Mehr Geld und höhere Freibeträge
Bundesrat stimmt Bafög-Erhöhung zu

Studenten und Schüler bekommen vom nächsten Herbst an mehr Bafög. Nach dem Bundestag hat jetzt auch die Länderkammer dem neuen Bafög-Gesetz zugestimmt. Da auch die Elternfreibeträge steigen, kommen zudem mehr junge Menschen in den Genuss der Unterstützung.

HB BERLIN. Studenten und Schüler können sich vom nächsten Herbst an über eine Bafög-Erhöhung von zehn Prozent freuen. Nach dem Bundestag stimmten am Donnerstag auch die Länder im Bundesrat dem neuen Bafög-Gesetz zu. Die Elternfreibeträge steigen um acht Prozent. Die Bundesregierung rechnet damit, dass dadurch 100 000 Studenten und Schüler mehr unterstützt werden können. Die Ausbildungsförderung Bafög war seit 2002 nicht mehr erhöht worden.

Ab Oktober kann ein Student maximal 643 Euro pro Monat erhalten, einschließlich der Zuschläge für Wohnen und Krankenversicherung. Auch kann mit Bafög vom ersten Semester an ein Auslandstudium innerhalb der EU aufgenommen werden. Neu ist ein Kinderbetreuungszuschlag von bis zu 113 Euro für das erste Kind und bis zu 85 Euro für jedes weitere.

Das Bafög wird je zur Hälfte als Zuschuss und als zinsloses Darlehen gewährt. Der Betreuungszuschlag muss nicht zurückgezahlt werden. Aktuell bekommen 500 000 Studenten und 320 000 ältere Schüler aus bedürftigen Familien das Bafög. Im Schnitt erhält ein Student rund 376 Euro monatlich.

Für das Bafög gibt der Staat derzeit jährlich gut 2,2 Mrd. Euro aus. 65 Prozent davon trägt der Bund, den Rest die Länder. Der Darlehensanteil wird von der staatlichen KfW Förderbank vorgestreckt.

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