Messerattacke in Köln
Von Worten zu Taten

PremiumNach der Messerattacke auf eine Kandidatin bei der Kölner Oberbürgermeister-Wahl gab der Täter fremdenfeindliche Motive für seine Tat an. Behörden hatten eine solche Eskalation schon länger befürchtet.

BerlinThomas de Maizière hatte es befürchtet. Vor Monaten schon hatte der Bundesinnenminister eine „Verrohung“ in der deutschen Gesellschaft diagnostiziert, die sich in hasserfüllter Sprache und in Drohungen äußere, gegen Flüchtlinge, deren Helfer – und gegen Politiker.
Am Samstagmorgen trat ein, was de Maizière hatte kommen sehen: Ein Mann attackierte die Kölner Sozialdezernentin, Henriette Rieker, und verletzte sie mit einem Messer schwer am Hals. In einer Notoperation musste die aussichtsreiche Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl am Sonntag gerettet werden. Laut dem Kölner CDU-Chef Bernd Petelkau, der Augenzeugen des Angriffs war, rief der 44-Jährige, „das ist alles falsch, was hier läuft, ich...

 
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