Premium Michaela Rosenberger „Diese unsägliche Agenda“

Der künftige SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz streitet für wichtige Korrekturen auf dem Arbeitsmarkt, sagt die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) dem Handelsblatt.
Michaela Rosenberger ist Vorsitzende der NGG Quelle: NGG
Spitzengewerkschafterin

Michaela Rosenberger ist Vorsitzende der NGG

(Foto: NGG)

Frau Rosenberger, wie erklären Sie sich den überraschenden SPD-Höhenflug?
Schulz spricht die Sprache der Menschen und bringt glaubhaft die Themen auf die Agenda, die sie umtreiben. Die unsägliche Agenda-Politik hat nicht nur einen tiefen Keil zwischen die SPD und die Gewerkschaften getrieben, sondern bei den Menschen auch Ängste ausgelöst.

Woran denken Sie?
Dass ein 50-Jähriger, der 30 Jahre im Betrieb gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, bei Jobverlust 15 Monate Arbeitslosengeld bekommt und dann in Hartz IV rutscht, wird als Bedrohung empfunden. Und die Betroffenen sind stigmatisiert. Allein mit dem Versprechen, das zurückzunehmen, kann man die Menschen schon mitnehmen.

 
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