Mißfelder als Chef der Jungen Union bestätigt
JU will Arbeitnehmerrechte einschränken

Die Junge Union will die Arbeitnehmerrechte stärker einschränken als die Parteispitze. In einem Leitantrag beschloss die Organisation zudem die Abschaffung der Bundesagentur für Arbeit.

HB BERLIN. Die Junge Union hat sich dafür ausgesprochen, den Arbeitsmarkt «rigoros zu entbürokratisieren». Auf dem Deutschlandtag der Nachwuchsorganisation in Oldenburg wurde ein Leitantrag verabschiedet, der schärfere Einschnitte bei den Arbeitnehmerrechten vorsieht.

Der CDU-Nachwuchs geht dabei weiter als die Partei-Spitze. So sollte der Kündigungsschutz für Neueinstellungen unabhängig von der Betriebsgröße befristet außer Kraft gesetzt werden. Die CDU-Spitze möchte den Kündigungsschutz hingegen in Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern gelten lassen.

«In Deutschland werden vor allem deswegen kaum neue Beschäftigte eingestellt, weil es nahezu unmöglich ist, sich bei veränderter wirtschaftlicher Lage wieder von ihnen zu trennen», heißt es in dem einstimmig beschlossenen Leitantrag. Ausnahmen soll es etwa für Schwerbehinderte und Auszubildende geben.

Der Leitantrag sieht überdies vor, die Bundesagentur für Arbeit aufzulösen und ihre Dienstleistungen bei kommunalen Agenturen zusammenzufassen. Außerdem soll dem Papier zufolge der Flächentarifvertrag komplett abgeschafft werden.

Die knapp 300 Delegierten des Bundestreffens hatten den 25 Jahre alten JU-Vorsitzenden Philipp Mißfelder am Freitag mit großer Mehrheit für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Mit 130.000 Mitgliedern ist die Junge Union die größte Nachwuchsorganisation der Parteien.

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