Nach Bayern-Hass-Bekenntnis
FDP-„Vollpfosten“ Homburger schießt sich ins Abseits

Eine unbedachte Äußerung gegen den FC Bayern München bringt FDP-Vizechefin Homburger unter Druck. Ihre Hass-Botschaft provozierte heftige Reaktionen. Parteifreunde wollen sie loswerden. Die Gescholtene wehrt sich.
  • 10

MünchenDie verweigerte Unterstützung für den FC Bayern München im Champions-League-Finale hat FDP-Politikerin Birgit Homburger deutliche Kritik aus der eigenen Partei beschert. „Ich bin stinksauer wegen dieses unsportlichen Verhaltens. Das kann nur jemand sagen, der von Sport und Fußball überhaupt nichts versteht“, teilte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) der Nachrichtenagentur dpa am Freitag mit. „Wer so etwas sagt, disqualifiziert sich selbst.“

Zuvor hatte Homburger in einer dpa-Umfrage ihr Desinteresse an dem Fußballspiel zwischen dem FC Bayern und dem FC Chelsea am Samstag geäußert. „Das guck' ich nicht. Ich hasse Bayern München.“

„So einen dummen Spruch kann nur ein Vollpfosten bringen“, kommentierte Tobias Thalhammer, der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion in Bayern und forderte überdies Homburgers Sturz: „Frau Homburger fehlt offenbar jegliches Zeug zu einer deutschen Spitzenpolitikerin. Sie ist als stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende nicht länger tragbar und sollte sofort zurücktreten, anstatt uns das Finale dahoam zu vermiesen.“

Homburger habe ohne Nachdenken „Millionen bayerische Fußballfans in ganz Deutschland beleidigt. Platzverweis und Sperre für Birgit Homburger!“ Mit diesem hirnverbrannten Satz habe sie sich für lange Zeit ins Abseits geschossen.

Homburger wandte sich derweil auf ihrer Facebook-Pinnwand gegen die Kritik. "Fußball ist Emotion pur. Das zeigt sich gerade mal wieder", schreibt die FDP-Politikerin. Und dann begründet sie ihre harte Haltung gegenüber den Bayern. Ihre Leidenschaft gehöre seit Kindesbeinen dem Fußball. "So überheblich wie sich Bayern München in den letzten Jahrzehnten oft benommen hat, ist das halt nicht mein Verein." Das heiße aber noch lange nicht, "dass ich Chelsea die Daumen drücke", fügt Homburger relativierend hinzu. "Dafür bin ich Patriotin genug."
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nach Bayern-Hass-Bekenntnis: FDP-„Vollpfosten“ Homburger schießt sich ins Abseits"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Fußballbayerischen Depps die Depps die depperten
    Depps die, die Depps die Depps die depperten Depps, die Depps die Depps die depperten Depps, kriegen Morgen den nächsten auf den Sack!

  • ....das einzig positive an dieser Äusserung ist,sie war wohl ehrlich gemeint.
    Ein wenig mehr Patriotismus wäre aber für eine deutsche Staatsbürgerin angebracht,respektive für eine Politikerin dieses Ranges.Sportlich gesehen könnte man es so sagen ,Eigentore werden nicht nur auf dem Platz geschossen.

  • Da sieht man sehr wieder deutlich, Prinzip Brot und Spiele funktioniert immer.
    Dessen sollten sich Politiker, bei ihren Äußerungen zum bzw. über Sport, immer bewusst sein!
    Ganz besonders beim Massensport Fußball.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%