Nach Bin Ladens Tod
Kritik an Kanzlerin Merkels Reaktion

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Tötung Osama Bin Ladens begrüßt und gerät damit jetzt stark in die Kritik. Westerwelle schlägt andere Töne an. Er hat zu mehr Respekt vor dem Islam aufgerufen.
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BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel ist mit ihrer öffentlich geäußerten Freude über die Tötung des Top-Terroristen Osama bin Laden auf deutliche Kritik in den Kirchen, aber auch in ihrer eigenen Partei gestoßen.

„Als Christin kann ich nur sagen, dass es kein Grund zum Feiern ist, wenn jemand gezielt getötet wird“, sagte Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) der „Berliner Zeitung“ (Mittwochausgabe). Die Grünen-Politikerin ist auch Präses der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands. „Man kann sich darüber freuen, dass Osama bin Laden nicht mehr als Anführer der Terroristen tätig sein kann. Aber über seinen Tod kann man sich nicht freuen“, fuhr sie fort.

Auch Unions-Fraktionsvize Ingrid Fischbach, ging zur Äußerung Merkels auf Distanz. „Aus christlicher Sicht ist es sicher nicht angemessen, Freude über die gezielte Tötung eines Menschen und dessen Tod zu äußern“, sagte die CDU-Politikerin, die auch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört. Kritik an Merkel kam ebenfalls vom Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken in der CDU, Martin Lohmann. „Die Tötung eines Menschen könne für einen Christen nie Grund zur Freude sein. Froh könne man darüber sein, dass nun die Gefahr des Terrorismus gedämmt sei, doch wäre es besser gewesen, Osama bin Laden festzunehmen und vor Gericht zu stellen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Dörflinger, Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, äußerte sich ähnlich. “Ich fühle Erleichterung, dass Osama kein Unheil mehr anrichten kann. Freude nicht unbedingt."

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat nach dem Tod des Al-Kaida-Extremisten Osama Bin Ladens vor überzogenen Freudenreaktionen des Westens gewarnt und zu mehr Respekt vor dem Islam aufgerufen. „Wir müssen aufpassen, dass wir mit unseren Reaktionen im Westen - bei allem Verständnis über die Erleichterung - nicht Bilder in die Welt senden, die wiederum nur zu einer Aufstachelung oder Heroisierung Al-Kaidas beitragen“, sagte Westerwelle der Tageszeitung „Die Welt“ (Mittwochausgabe).

Es gelte, religiöse Kulturen zu achten und den Islam zu respektieren. „Wenn verirrte Menschen im Westen in ihrem religiösen Fanatismus den Koran verbrennen, dann ist das etwas, was ich nicht nur persönlich verabscheue. Das bleibt auch politisch nicht ohne Wirkungen, weil es den radikalen Kräften hilft“, sagte Westerwelle.

Stattdessen schlägt der Außenminister vor, auf Entspannung, Verständnis und Dialog zu setzen. „Die Stunde für ein neues Kapitel zwischen dem Westen und der arabischen Welt ist gekommen“, sagte Westerwelle. „Denn für die große Mehrheit der Jugend in der arabischen Welt ist Terrorismus von gestern, die jungen Menschen wollen freiheitlicher leben, und vor allem wollen sie bessere Lebenschancen.“

Deshalb müsse der Westen Länder wie Tunesien oder Ägypten jetzt nicht nur mit Worten und politischen Initiativen unterstützen, sondern für konkrete wirtschaftliche Verbesserungen sorgen. „Damit ist mehr gemeint, als dass wir wieder als Touristen ans Rote Meer oder nach Djerba fahren. Wir müssen vielmehr unsere Märkte in Europa für diese Länder und ihre Produkte öffnen“, sagte der Westerwelle.

Der Minister forderte auch deutsche Unternehmen auf, gerade in einem Schlüsselstaat wie Ägypten zu investieren. „Es braucht eine handfeste Demokratiedividende! Wir erleben jetzt entscheidende Monate, diese Revolution ist noch nicht entschieden. Ich möchte nicht, dass die Menschen in zwei Jahren in Anbetracht von Armut und Not die Schlussfolgerung ziehen, dass die Demokratie nicht besser ist als die Diktatur“, sagte Westerwelle. Dann würden sie sich extremistischen Kräften zuwenden.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es hat weder etwas mit dem Islam noch mit irgendeinem Glauben zu tun. Es ist absolut richtig wenn man sich freut und das darf man auch. Wenn ein Mörder wie dieser Mann und alle seine Anhängher qualvoll sterben. Es hiess vor Jahren bereits "Tod oder Lebendig". Da lt. Gesetzt leider keine andere Bestrafung erlaubt ist so ist der Tod die beste Wahl. Dieser Mensch hätte langsam zu Tode gequält werden sollen.

    Und so steht es doch auch in der Bibel glaube ich...

    "Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat, (2. Mose 21.23-25) Schade um Schade, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er hat einen Menschen verletzt, so soll man ihm wieder tun."

  • Pastorentocher ist Merkel ja nur nebenbei.
    Sie stammt ja aus einem stramm sozialistischen Elternhaus. Pfarrer war ihr Vater nur als Verbindungsmann zum SED-Regime. Er war ein previligierte DDR-Bürger weil er mitgemacht hat
    Also diese Frau immer als Pastorentochter zu bezeichnen ist ein bißchen falsch.
    Ansonsten schließe ich mich aber den Meinungen an, die Merkel kritisieren.
    Eine solche Aussage macht man nicht und damit basta.
    Im übrigen halte ich diese ganze mediale Kriegsführung für fatal und auch für falsch.
    Die Nachricht über Bin Ladens Tod hätte genügt, bis in alle Einzelheiten muß man das nicht breittreten. Es zeigt alles eine gewisse Verkommenheit

  • So also, denkt und handel die Pastorentochter aus der ex DDR über den Tod von Menschen, diese abscheuliche Fratze, ist die Kanzlerin der BRD.
    Danke

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