Nahostkonflikt
Tatort Jericho

Die EU-Mission "Eupol Copps" bildet im Westjordanland Polizisten aus. Mit dabei: Beamte des Bundeskriminalamtes. Im Auftrag der Europäischen Union sollen sie dort Sicherheit schaffen. Doch das ist leicht gesagt.
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JERICHO. Ein lebloser Körper liegt am Boden. Fahnder in weißen Mänteln steigen um ihn herum, notieren sich Einzelheiten, messen die Distanz von der Leiche bis zum Tatort, stellen Gegenstände sicher, von denen sie sich Hinweise auf den Täter versprechen.

War es ein Mann? Eine Frau? Gab es mehrere Täter? Welches Motiv könnte es geben? Ein Mord mit politischen Hintergründen? Palästinensische Polizisten sind dran an diesem Fall. Und das Bundeskriminalamt soll helfen. Hier, in Jericho, inmitten eines Ensembles von heruntergekommenen Häusern, unterschiedlich stark verfallen, mit Graffiti besprüht.

Die Polizeiakademie der palästinensischen Autonomiebehörde hat hier ihren Sitz. Die Leiche ist tatsächlich eine Puppe, der Mord ein Beispielfall. Das hier ist eine Übungsstunde für palästinensische Polizisten. Der Westen bildet sie aus. Auch Deutschland. Das BKA hat Kriminalbeamte geschickt. Sie sollen den palästinensischen Kollegen die Grundlagen der Tatortermittlungen beibringen: Beweisaufnahme, die ordnungsgemäße Abnahme von Fingerabdrücken, Verhörtechniken, solche Dinge.

Die palästinensischen Sicherheitskräfte haben einen schwierigen Auftrag. Sie sollen gegen das Chaos in der Westbank vorgehen, Recht und Ordnung durchsetzen. Aber sie arbeiten unter miserablen Bedingungen.

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