Neuer Migrationsbericht
Noch lange keine Chancengleichheit in Deutschland

Deutschland – ein Einwanderungsland. Lange wollten das aber viele nicht wahrhaben, sagt die Migrationsbeauftragte. Auch deshalb müssen Menschen mit ausländischen Wurzeln mit vielen Problemen kämpfen.
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BerlinUnternehmen in Deutschland weisen etwa Türkischstämmige angeblich noch oft wegen ihres fremd klingenden Namens ab. Darauf wies die Migrationsbeauftragte des Bundes, Aydan Özouz, bei der Vorstellung eines neuen großen Migrationsberichts hin. Solche Bewerbungen würden oft aussortiert. „Das ist kein gutes Zeugnis für unser Land“, sagte sie am Mittwoch in Berlin.

Insgesamt sei das Land auf dem Weg zur Einwanderungsgesellschaft nach Jahren der Ignoranz vorangekommen – für mehr Chancengleichheit bleibe aber viel zu tun. Tendenzen:

BEVÖLKERUNG: Der Anteil der Menschen mit ausländischen Wurzeln nimmt zu. Jeder Fünfte hatte zuletzt einen Migrationshintergrund - 16,3 Millionen Menschen. 2005 waren es 1,3 Millionen weniger. Die größten Gruppen sind Menschen türkischer Herkunft (18,3 Prozent) und polnischer Herkunft (9,4 Prozent). Mehr als die Hälfte der Migranten hat die deutsche Staatsangehörigkeit - 8,9 Millionen Menschen.

SCHULE: Die soziale Herkunft ist laut dem Bericht oft Ursache für Bildungserfolg oder -misserfolg. Von den Abgängern im Jahr 2012 blieben 11,4 Prozent der ausländischen Schüler an den allgemeinbildenden Schulen ohne Hauptschulabschluss - im Vergleich zu 4,9 Prozent der deutschen Schüler.

Einwanderungsland Deutschland

Auf nach Deutschland

Saldo aus Zu- und Abwanderung


AUSBILDUNG: Als alarmierend wertete Özouz, dass 30,5 Prozent der ausländischen jungen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren ohne Berufsausbildung bleiben - drei Mal so viele wie junge Erwachsene mit deutscher Staatsangehörigkeit (10,9 Prozent). Der nächste Integrationsgipfel im Kanzleramt soll sich der Ausbildung widmen.

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Die Gesellschaft hat sich weiterentwickelt

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  • Jeder hat die gleichen Chancen, am Tag seiner Geburt. Danach ändert sich das Bild und die Eltern hinterlassen ihre Spuren. Die „Migrationsbeauftragte kann sich ihren Sermon sparen. Diejenigen, die hier nach 40 Jahren immer noch herumjammern, haben alle einen „Migrationshintergrund“ und der bedeutet; sie sind türkisch/islamisch sozialisiert, weil ihre Eltern und Großeltern hier nie angekommen sind und zum größten Teil hier auch nie ankommen wollten. Das ist deren Problem und dieses können sie auch nur selbst lösen. Statt dessen verharrt diese Klientel in den mitgebrachten überkommenen Verhaltensmustern ihres islamischen Herkunftslandes und erwartet von der Gesellschaft des Aufnahmelandes, daß sie ihnen den Weg bereitet. Das politische „wir müssen“ Geplärre hat vieles bewirkt, es hat zur Spaltung der Gesellschaft geführt, indem dieser Zuwanderergruppe die Errichtung von Parallelstrukturen gestattet wurde, es hat den Bildungsstand in Deutschland nachhaltig nach unten gedrückt, damit genau die, die hier nie angekommen, sind selbst wenn sie hier geboren sind, auch ein Abitur bekommen können. Welchen Wert hat dieses Abitur inzwischen?
    Die Integration dieser Zuwanderergruppe wird genau von denen verhindert, die sich Integrationsbeauftragte usw. nennen. Denn hätten diese in der Vergangenheit ihre Aufgabe erledigt, würden sie heute nicht mehr benötigt.

  • Chancengleichheit? Die Deutschen werden vorsätzlich benachteiligt bzw. diskriminiert. Beispiekl: Spzialwohnnungen in Berlin nur noch für kriminelle erpresser(Asylanten, Flüchtlinge). Deutsche haben kein Anspruch darauf. Außerdem grenzen sich die Migranten voprsätzlich ab. Sie wollen mit Deutschland nichts zu tun haben. Kopftücher, Heirat, eigene Justiz, Parallelgesellschaften usw..

  • Ein sehr schwammiger Beitrag von dieser Integrationsbeauftragten.
    Die poln. Schüler hben keinerlei Probleme in den Schulen.
    Wr Probleme hat und vor allem Probleme macht, sind türkische Schüler.
    Die dürfen deutsche Mädchen als Huren udn Schlampen beschimpfen und es passiert nichts. Lehrer dü+rfen nichts tun, das ist ihnen ja verboten
    Solche Bericht sehe ich als Manipulation dr Deutschen an.
    Und Einwanderer im üblichen Sinne sind sie alle nicht.

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