Noch herrscht große Unsicherheit
Truppenabzugspläne lösen an Standorten Unruhe aus

Der von US-Präsident George W. Bush angekündigte massive Truppenabzug aus Europa hat Unruhe in den möglicherweise betroffenen Standorten in Deutschland ausgelöst. Konkrete Details zu Umfang und Zahlen wurden am Dienstag zunächst nicht bekannt.

HB BERLIN. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Reinhold Robbe (SPD), sagte, es sei unklar, ob tatsächlich die Hälfte der in Deutschland stationierten rund 73 000 US-Soldaten abgezogen würden. In jedem Fall bedeute es für die Standorte „einen herben Schlag“, sagte er im Bayerischen Rundfunk.

Bush hatte am Montag angekündigt, in den nächsten zehn Jahren bis zu 70 000 Soldaten aus Europa und Asien abzuziehen. Nach Plänen des US-Verteidigungsministeriums sollen zwei Heeresdivisionen Deutschland verlassen - die 1. Panzerdivision mit Sitz in Wiesbaden und die 1. Infanteriedivision in Würzburg. Sie sollen durch mobilere Brigaden ersetzt werden. Die USA wollten auch künftig eine „recht große Zahl“ von Soldaten in Deutschland stationiert lassen, hatte ein Regierungsbeamter in Washington gesagt. Die US-Streitkräfte sind in den jeweiligen Kommunen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Eine Sprecherin der US-Army im bayerischen Ansbach sagte, bei der 1. Infanteriedivision sei von der Verlegung nur ein Teil der in Würzburg, Ansbach, Bamberg, Kitzingen und Schweinfurt stationierten Einheiten betroffen. „Wenn jemand meint, wir machen morgen zu, dann ist dem nicht so.“ Ein Großteil der 1. US-Infanteriedivision, die wegen ihrer großen roten Eins als Schulterabzeichen auch „Big Red One“ genannt wird, befindet sich derzeit im Irak.

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