NPD-Parteitag
Voigt besteht Machtkampf um NPD-Vorsitz

Im Machtkampf um die Parteispitze hat der NPD-Vorsitzende Udo Voigt eine Kampfabstimmung gegen den Landtagsfraktionschef Udo Pastörs aus Mecklenburg-Vorpommern gewonnen. Voigt war wegen meherer Spendenskandale der Partei in die Kritik geraten. Zudem muss er sich derzeit vor Gericht wegen des Vorwurfs der rassistischen Hetze gegen Fußballprofi Patrick Owomoyela verantworten.

HB BERLIN. Der NPD-Vorsitzende Udo Voigt hat den heftigen internen Machtkampf bestanden und sein Amt verteidigt. Trotz der finanziellen Existenzkrise der rechtsextremistischen Partei setzte sich Voigt auf einem Sonderparteitag in einer Kampfabstimmung gegen seinen Herausforderer, Mecklenburg-Vorpommerns Landtagsfraktionschef Udo Pastörs, mit 62,4 Prozent durch. Gegen den am Sonntag in Berlin fortgesetzten zweitägigen Sonderparteitag wollten NPD-Gegner erneut demonstrieren. Die Polizei rechnete mit rund 500 Teilnehmern. Bereits am Samstag hatten laut Polizei rund 650 Demonstranten friedlich protestiert.

Nach stundenlanger Diskussion sprachen sich am späten Samstagabend 136 der 218 Parteitagsdelegierten für den 56-jährigen Voigt aus, der die Partei bereits seit 13 Jahren führt. Der gleichaltrige Pastörs konnte nur 72 Stimmen hinter sich versammeln. Sechs Delegierte enthielten sich, vier Stimmen waren ungültig, wie NPD-Bundessprecher Klaus Beyer mitteilte.

Die Medien waren gleich zu Beginn des Parteitages ausgeschlossen worden. Der Beschluss galt auch am Sonntag. Unter anderem wollten die Delegierten dann die weiteren Vorstandsmitglieder wählen. Außerdem sollte ein Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten nominiert werden.

Voigt war parteiintern eine Mitverantwortung für die Spendenskandale der Partei angelastet worden. Vor den Delegierten räumte er vor dem Ausschluss der Journalisten Fehler ein und rief zur Geschlossenheit auf. Die NPD muss wegen eines falschen Rechenschaftsberichtes für 2007 insgesamt 2,5 Mio. Euro Strafe an den Bundestag zahlen und steht vor dem finanziellen Kollaps.

Voigt steht derzeit wegen rassistischer Hetze der NPD gegen den dunkelhäutigen Fußballprofi Patrick Patrick Owomoyela in Berlin vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mitverantwortung vor. Am Dienstag wird das Urteil erwartet.

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