Handelsblatt-Umfrage NRW
Ein Alleinunterhalter rettet die FDP

In Kiel feierte die FDP das Ende ihrer Niederlagenserie, in NRW will sie den Trend festigen. Nach einer Handelsblatt-Umfrage können sich die Liberalen in den Düsseldorfer Landtag retten – dank Christian Lindner.
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BerlinNach ihrem Erfolg in Schleswig-Holstein könnte der FDP in Nordrhein-Westfalen mit ihrem Spitzenkandidaten Christian Lindner ebenfalls der Wiedereinzug in den Landtag gelingen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Berliner Meinungsforschungsinstituts Info im Auftrag von Handelsblatt Online. CDU und FDP legen demnach im Endspurt vor der Wahl in der Wählergunst am deutlichsten zu. Im Vergleich zum Vormonat gewinnt die Union 4 Prozent und landet jetzt bei 33 Prozent. Die FDP springt von 3 auf 5 Prozent. Eine Regierungsmehrheit ergibt sich daraus allerdings nicht, auch wenn die anderen Parteien Einbußen hinnehmen müssen.

Demnach verlieren die Piraten 3 Prozent und kommen jetzt auf 8 Prozent, die SPD verliert 2 Prozent und landet bei 38 Prozent. Die Grünen erreichen 11 Prozent und legen damit 1 Prozent zu. Und auch die Linkspartei gewinnt. Sie steht jetzt bei 4 Prozent (Vormonat: 3 Prozent).

Für die Umfrage wurden vom 03. bis 5. Mai 2012 1.007 repräsentativ ausgesuchte Bürger in Nordrhein-Westfalen befragt. Sie fand vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 6. Mai statt, bei der die FDP mit 8,2 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag schaffte.

Die Handelsblatt-Umfrage weicht nur in geringem Ausmaß von anderen Umfragen ab. So sieht auch eine repräsentative Umfrage des Kölner Instituts Yougov im Auftrag von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und Sat.1-NRW, die Ministerpräsidentin des Landes, Hannelore Kraft (SPD) und Sylvia Löhrmann (Grüne) mit respektablen Werten in die Landtagswahl am Sonntag gehen. Die SPD kommt danach auf 37 Prozent (plus ein Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche), die Grünen auf zwölf Prozent (plus eins).

CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen verliert dagegen weiter, die Union liegt bei nur noch 30 Prozent (minus eins). Die FDP sieht nach einem Tief nun mit einer Prognose von sechs Prozent (plus eins) gute Chancen auf einen Verbleib im Landesparlament. Sie hat mit Spitzenkandidat Christian Lindner enorm aufgeholt.

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  • Für wen geben Sie eigentlich den "arroganten" Fatzke hier ab. Einfach widerlich, wie Sie angeblich die Wahrheit verbreiten, wie diese, Konservative haben größententeils Steuerklasse I. Seit wann in der Neuzeit hinterfragt das Finanzamt die Mitgliedschaft einer Partei. Wenn sie die Art und Weise der Spenden rechtfertigen, die stets falschen Säcken oder auch Taschen landeten, da könnte etwas dran sein. Da gibt es eine Latte von Spezialisten. Diejenigen, welche die Drecksarbeit verrichteten atmen nicht immer gesiebte Luft, aber immer öfter. Korruption, falls Ihnen das Fremdwort vollkommen am Aller Wertesten vorbei gehen mag, wo Infiltrierung angesagt.

    Es kommt immer wieder einmal mehr darauf an, ob sich die "Durschstecher" so verhalten, wie diejenigen "Vorteils"-verschaffer ihre "Rechte" wahrnehmen wollen. Mit Geld läßt sich alles kaufen. Und da läuft hier noch jemand herum, der der Spekulation fröhnt und die anderen BürgerINnen für immanent doof verkaufn will, merkt jedoch offensichtlich nicht, wie er selbst tickt. Ätzend.

  • Erstens sollten Sie nicht herausnehmen Ihren Vorkommentatoren mit Begriffen wie Wohngeld zu beleidigen. Zweitens ist gerade der FDP-Lindner ein Beispiel dafür wie
    nicht Kompetenz sondern Blendertum eine Person nach oben spülen kann. LIndner hat zwei Unternehmen an die Wand gefahren und Millionen von KFW-Kredite in den Sand gesetzt. ALS FDP-Generalsekretär ist er auch gescheitert. Wo ist da die von Ihnen so gelobte Intelligenz der angeblichen Konservativen FDP, die im übrigen nicht wirklich sozial konservativ sondern neoliberal durchseucht ist. Der Blender Lindner mag die FDP in den Nordrhein Westfalen Landtag zurückführen. Das Volk läßt sich beredsamen Maulhelden eben leicht blenden. Mit Kompetenz hat das aber nun wirklich nichts zu tun.

  • Wir bräuchten Politiker die zumindest einige Jahre mal geARBEITET haben und Steuern gezahlt haben, und zwar RICHTIG, also ohne Arbeitslosenhilfe, ohne Begünstigungen usw. die vollen Steuern komplett aus eigener Tasche gezahlt haben und keinen pseudo-Job den sie mit Vitamin-B von der Bekanntschaft vetternwirtschaftlich zugeschustert bekommen haben, sondern ein Job, für den sie sich wirklich bewerben mussten, und wirklich konkurrenzfähig ein geringes Gehalt akzeptieren mussten usw.

    Das ist was wir theoretisch bräuchten. - Aber gibt es soetwas in der deutschen Politik überhaupt? Es scheint so daß genau die die keine Ahnung haben, die es zu nichts anderem bringen, in die Politik gehen. Das wiederum wäre kein Problem wenn die Politik und der Staat nicht so mächtig wären. Leider hat unser Staat die Macht und das Geld der Bürger aufgesogen wie ein Schwamm, und will keinen Cent, kein Prozent, zurückgeben.

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