Öffentliche Haushalte
1 501 721 835 617 Euro Schulden

Trotz sprudelnder Einnahmen hat die Verschuldung der öffentlichen Haushalte weiter zugenommen. Bund, Länder und Gemeinden stehen laut Statistischem Bundesamt mit 1,5 Billionen Euro in der Kreide.

HB WIESBADEN. Mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent war der Schulden-Anstieg im vergangenen Jahr jedoch deutlich geringer als 2006 (plus 2,6 Prozent). Der größte Teil der Schulden geht auf den Bund zurück. Im Haushalt von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) erhöhten sich die Kreditmarktschulden um 5,5 Milliarden Euro (plus 0,6 Prozent) auf 938 Milliarden Euro. Bei den Ländern war es ein Plus von 2,2 Milliarden Euro (0,4 Prozent) auf 483 Milliarden Euro.

Eine positive Entwicklung konnten dagegen die Kämmerer von Gemeinden und Gemeindeverbänden verzeichnen: Ihre Schulden sanken um 3,6 Prozent auf 81,4 Milliarden Euro.

Neben den Kreditmarktschulden zur Deckung des Defizits zwischen Einnahmen und Ausgaben nahmen die öffentlichen Haushalte in den vergangenen Jahren zunehmend Kassenkredite zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe auf. Diese erreichten am 31. Dezember 2007 insgesamt 50,1 Milliarden Euro und übertrafen damit den Vorjahreswert um 3,7 Prozent.

Die Kassenkredite von Bund und Ländern lagen zum Jahresende 2007 bei 19,6 Milliarden Euro (plus 7,7 Prozent) beziehungsweise 2,5 Milliarden Euro (plus 8,5 Prozent). Die Bedeutung der Kassenkredite war bei den Gemeinden besonders hoch: Ende 2007 nahmen sie 27,9 Milliarden Euro (plus 0,6 Prozent) an Kassenkrediten auf.

Unter Einbeziehung der Kassenkredite stieg die Gesamtbelastung der öffentlichen Haushalte um 0,4 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro. Endgültige Ergebnisse wollen die Statistiker voraussichtlich Mitte des Jahres veröffentlichen.

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