Öffentlicher Dienst
Die zweite Streikwelle rollt an

Am kommenden Montag soll in Niedersachsen die zweite Warnstreikwelle beginnen. Das verkündete ein Verdi-Sprecher. Als nächstes stehen dann wieder die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen auf dem Plan.
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Berlin/MünchenIm Tarifstreit im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hat die Gewerkschaft Verdi erste Weichen für die nächste Warnstreikwelle gestellt. Den Auftakt bilden am kommenden Montag Niedersachsen und Bremen mit flächendeckenden Warnstreiks, wie ein Verdi-Sprecher am Donnerstag in Berlin erklärte. Dort sollen neben dem öffentlichen Personennahverkehr auch Müllabfuhr, Krankenhäuser und Erziehungseinrichtungen bestreikt werden.

Am Dienstag solle Bayern folgen. „Wir werden dabei die Arbeitsniederlegungen gegenüber der ersten Welle noch ausweiten“, sagte der Vize-Bezirksleiter von ver.di Bayern, Norbert Flach, in München. Grund sei das „völlig unzureichende Angebot“, das die Arbeitgeber zu Wochenbeginn vorgelegt hatten. Von den Arbeitsniederlegungen betroffen sein sollen unter anderem Sparkassen, Stadtreinigungen, die Abfallentsorgung, Betriebe der Wasser- und Energieversorgung, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Gemeindeverwaltungen, Bibliotheken, Theater und soziale Einrichtungen. Zudem will ver.di-Bundeschef Frank Bsirske auf einer Kundgebung in München sprechen.

Am Mittwoch folge dann Nordrhein-Westfalen, so der Verdi-Sprecher weiter. Dort hatte auch die erste Warnstreikwelle in der vergangene Woche mit rund 70.000 Beteiligten ihren Höhepunkt erreicht.

Bereits in der vergangenen Woche waren bundesweit rund 130.000 Beschäftigte von Bund und Kommunen in den Ausstand getreten. Mit den Streiks wollen die Gewerkschaften ihrer Forderung nach einer Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent und mindestens 200 Euro Nachdruck verleihen. Die Gespräche mit den Arbeitgebern sind bislang ergebnislos geblieben. Sie hatten eine Lohnsteigerung von insgesamt 3,3 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 28. und 29. März angesetzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Öffentlicher Dienst: Die zweite Streikwelle rollt an"

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  • Vielleicht sollten Unternehmer und Vermieter einmal in einen Steuerwarnstreik treten? Schliesslich enstehen den Unternehmern Schaeden, wenn der oeffentliche Dienst streikt, und die Grundlage der Besteurung ist hinfaellig wenn der Staat keine Dienste leistet.
    Mit anderen Worten, Verluste welche nachweislich von Streiks verursacht werden, sollten in voller Hoehe steuerlich geltend gemacht werden koennen.

  • Beamte bekommen ja auch nichts aus dem Sozialsystem: Kein ALG, keine Rente, keine GKV. Warum sollten sie einzahlen?
    Beamte bekommen Versorgung (Pension), wofür von vornherein ein Abschlag vom Gehalte abgesetzt wurde. D.h., das Beamtenbrutto ist bereits niedriger angesetzt, da Versorgungsansprüche per Gesetz bestehen. Es wäre ja auch sinnlos, wenn der Dienstherr das Geld erst auszahlen und dann wieder zurück buchen würde.

    Warum Beamte von den "Nutznießer der Streiks" sein "wollen", erschließt sich mir nicht. Sie DÜRFEN NICHT streiken und haben keine Möglichkeit, Tarifverträge abzuschließen. Das Gehalt wird per Gesetz einseitig geregelt. Oft sind die Tarifabschlüsse dafür die "Messelatte", eine reduzierte und/oder verzögerte Übertragung der Tariferhöhungen ist leider üblich.

  • nanoflo


    Wahrscheinlich sind sie einer der Gutbetuchten .Wenn man von der ganzen Thematik keine Ahnung hat ,dann soll man doch einfach nur die Luft anhalten .
    Beamte wie Angestellte wurde durch die öffentlichen
    Arbeitgeber Kürzungen in fast allen Bereichen zugemutet .

    Aber die Herrschaften in der Wirtschaft bekommen schon immer Spitzenlöhne u. die höchsten Lohnerhöhungen .
    Dazu noch Bonuszahlungen ( siehe VW usw), davon können die Beamten u. Angestellten im öffentlichen Dienst nur träumen mit ihren Minigehältern.

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