Öffentlicher Dienst
Warnstreiks gestartet - Klinikpersonal legt Arbeit nieder

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben am frühen Donnerstagmorgen die ersten Warnstreiks begonnen. Im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und in Bayern legten die ersten Beschäftigten der Frühschicht ihre Arbeit nieder. Es sei mit „erheblichen Einschränkungen im Krankenhausbetrieb“ zu rechnen, heißt es.

HB MÜNCHEN. Mit Beginn der Frühschicht um 6 Uhr haben großen Teilen Deutschlands die Warnstreiks im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes begonnen. Im Verlauf des Donnerstags soll es zusätzlich zum Saarland, zu Nordrhein-Westfalen und Bayern auch in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg zu Streiks kommen.

Betroffen sind vor allem Krankenhäuser. Nach Angaben von Verdi-Sprecher Dominik Schirmer sei mit erheblichen Einschränkungen im Krankenhausbetrieb zu rechnen. Allein in München sollen alle städtischen Kliniken bestreikt werden. Eine Notversorgung soll aber gesichert sein.

In Nordrhein-Westfalen begannen die Warnstreiks in der Landesklinik in Langenfeld im Kreis Mettmann. Hier streikten Angestellte aus den Bereichen Küche und Reinigung. Im Laufe des Tages wollen sich gut 4000 Beschäftigte aus mehr als 50 Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen an den Arbeitsniederlegungen beteiligen.

Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Bei den bisherigen drei Runden gab es keine Annäherung. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die dbb Tarifunion verlangen für die 1,3 Millionen Tarifangestellten des Bundes und der Kommunen acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro. Die Arbeitgeber boten für zwei Jahre und verteilt auf drei Schritte fünf Prozent an bei gleichzeitiger Verlängerung der Arbeitszeit. Ein Prozentpunkt soll zudem in den Ausbau der Leistungsbezahlung gehen. Die Gewerkschaften wiesen das Angebot als Lohnsenkungsprogramm zurück.

Die Arbeitsniederlegungen sollen auch in den nächsten Tagen weitergehen. Am 25. Februar kommen die Tarifpartner wieder zu Verhandlungen zusammen.

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