Öffentlicher Dienst
Warnstreiks sorgen für kilometerlange Staus

In den Ballungsräumen in NRW und Baden-Württemberg stehen Busse und Straßenbahnen seit dem Morgen still. Tausende Pendler müssen aufs Fahrrad oder Auto umsteigen. Die Mülltonnen bleiben stehen, etliche Kitas geschlossen.
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Düsseldorf/StuttgartWegen der Warnstreiks im öffentlichen Dienst bleiben Busse und Straßenbahnen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg am Mittwoch vielerorts in ihren Depots. In den frühen Morgenstunden traten unter anderem Beschäftigte der Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet, in Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Karlsruhe in den Ausstand. „Die Fahrzeuge stehen still“, sagte Günter Isemeyer, Sprecher der Gewerkschaft Verdi in NRW.

Tausende Pendler in Nordrhein-Westfalen konnten nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. Es kam zu kilometerlangen Staus auf den Straßen an Rhein und Ruhr. Der WDR sprach von insgesamt 148 Kilometern, deutlich mehr als üblich. Der Personennahverkehr kam in den Ballungsräumen Ruhrgebiet, Köln und Düsseldorf nahezu zum Erliegen. Verdi-Sprecher Günter Isemeyer sagte, die Busse und Bahnen seien ab drei Uhr in den Depots geblieben und würden erst am Donnerstagmorgen wieder fahren.

Auch bei der Müllabfuhr, in städtischen Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Altenheimen hatte Verdi zu Ausständen in dem bevölkerungsreichsten Bundesland aufgerufen. Wie viele sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligten, wollte die Gewerkschaft am Mittag bekanntgeben.„Köln ist für 24 Stunden zu, da geht keine Straßen- und keine U-Bahn raus.“ Die ersten Bahnen würden erst am Donnerstagmorgen wieder fahren, hieß es weiter.

Uschi Schorlepp von Verdi in Baden-Württemberg sagte: „In Stuttgart, Esslingen und Karlsruhe hat kein Bus das Depot verlassen.“ Zudem sollen zahlreiche Kindertagesstätten, Behörden und Bäder in den betroffenen Bundesländern geschlossen bleiben und der Müll nicht abgeholt werden. In vielen Krankenhäusern wird nur ein Notdienst angeboten. Aktionen sind auch in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Brandenburg geplant.

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Gespräche erst wieder ab Montag

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  • Wird aber auch Zeit das man sich gegen Die Raffgier der obern wehrt.
    Die Regierung und manche Unternehmer haben die Denkweise,das blöde Volk zahlt schon.
    In Griechenland das Steuergeld verzocken und wir sollen immer sparen...

  • Finde ich nicht ! Nachdem Milliarden und aber Milliarden nach GR verschleudert werden und "Ehrensold" auch gewährt wird, ist es nur legitim, daß der kleine Mann, der nichts geschenkt bekommt auch sein Recht einfordert !

  • @Hoppel
    Welche Verhandlungen ? Verhandeln kann ich nur über etwas was auf dem Tisch liegt. Verdi hat ein Angebot/Forderung auf den Tisch gelegt welches von den Arbeitgebern als völlig unrealistisch zurückgewiesen wurde. Ein Gegenangebot von den Arbeitgebern gab es bislang nicht. Über was wollen Sie also verhandeln ? Über nichts ?
    Es ist völlig richtig, dass bei dieser Passivität der Arbeitgeber Verdi durch die Warnstreiks gleich von Anfang an ein Zeichen setzt !

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