Parteispitze um Entspannung bemüht
CSU-Geheimtreffen ergebnislos

Im Wettstreit um den CSU-Vorsitz zwischen Partei-Vize Horst Seehofer und Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber hat auch eine neue Vermittlungsrunde keine Lösung gebracht. Gespräche Hubers und Seehofers mit Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber sowie Innenminister Günther Beckstein führten am Freitag nicht zu einer Einigung.

dpa MÜNCHEN/NüRNBERG. Es deute nun alles auf eine Kampfabstimmung beim CSU-Parteitag im September hin, hieß es anschließend aus informierten Kreisen. Nennenswerte Bewegung habe es nicht gegeben.

Die CSU-Spitze will die Auseinandersetzung um den CSU-Vorsitz möglichst verträglich gestalten. Der designierte Ministerpräsident Beckstein sagte den „Nürnberger Nachrichten“ (Samstag), wenn es zu einer Kampfkandidatur auf dem Parteitag kommen sollte, müsse das für beide ohne Beschädigung ablaufen. Landtagspräsident Alois Glück warnte vor einer Lagerbildung: „Wenn es bei zwei Kandidaten bleibt, müssen wir uns alle bemühen, dass das nicht zu Polarisierungen führt.“

Am nächsten Freitag soll erneut ein Treffen in größerer Runde stattfinden, bevor sich der CSU-Parteivorstand am 12. Februar mit dem Thema befasst. Noch nicht geklärt ist den Angaben aus Parteikreisen zufolge, wie der erwartete parteiinterne Wahlkampf gestaltet werden kann. Beckstein nannte sowohl Huber als auch Seehofer für den CSU- Vorsitz geeignet. Er betonte, er sei überzeugt, mit Huber gut zusammenarbeiten zu können.

Gespräche über das künftige bayerische Kabinett will Beckstein erst nach seiner Wahl zum Regierungschef im Landtag im Herbst führen. „Danach allerdings wird es schnell gehen.“ Mit öffentlichen Äußerungen zum Ministerpräsidentenamt will sich Beckstein bis zu Stoibers Rückzug Ende September zurückhalten „Niemand wird mich verleiten, dass ich jetzt schon zu Themen etwas sage, die sich einem Ministerpräsidenten stellen."

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