Parteitag der Piraten
„Raus aus dem Euro – das wäre zu einfach“

Wenn es nach den Piraten geht, sind Fahrscheine überflüssig, Drogen legal und die Euro-Krise? Naja. Der Abgeordnete Christopher Lauer blickt im Interview auf den Parteitag, von dem Handelsblatt Online live berichtet.
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Handelsblatt Online: Herr Lauer, nach dem spektakulären Wahlerfolg im September beginnt jetzt für Sie die politische Alltagsarbeit im Berliner Abgeordnetenhaus. Wie ist ihr erster Eindruck?

Christopher Lauer: Wir sind hier sehr charmant aufgenommen worden, die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen ist konstruktiv. Jetzt geht es für uns darum, dass wir uns in das parlamentarische System einarbeiten. Vermasseln wir das, werden alle sagen, war ja klar, dass die Chaoten das nicht hinbekommen. Bekommen wir das zu gut hin, heißt es, die sind ja schon angepasst. Es wird also spannend.

Was machen Sie anders als die etablierten Parteien?

Wir setzen auf Transparenz. Fast alle unserer Sitzungen kann man im Internet per Live-Stream verfolgen. Wenn das einmal nicht geht, etwa bei Personalfragen, veröffentlichen wir nachher ein Entscheidungsprotokoll.

Und das funktioniert?

Ja. Wir sind mit dem Versprechen der Transparenz angetreten und wir halten es ein. Was mich allerdings wundert ist, dass sich jetzt alle fragen, wann wir damit aufhören. Man könnte doch auch mal die anderen Parteien fragen, wann sie endlich damit anfangen.

Am Wochenende findet der Bundesparteitag der Piraten in Offenbach statt. Spielen sie und ihre 14 Kollegen aus dem Berliner Abgeordnetenhaus dort nach dem großen Wahlerfolg eine Sonderrolle?

Nein! An dem Parteitag nehmen wir als einfache Mitglieder teil. Funktionen spielen bei uns keine Rolle - darin unterscheiden wir uns von anderen Parteien. Auch der Bundesvorstand, dem ich ein Jahr lang angehört habe, kann sich keinesfalls sicher sein, dass sich von ihm favorisierte Anträge durchsetzen. Es gibt keine Leitanträge des Bundesvorstands, unsere Parteitage sind keine durchinszenierten Medienevents.

Deshalb gibt es keine vorher festgelegt Tagesordnung?

Genau. Wir stimmen am Anfang darüber ab, in welcher Reihenfolge wir die Anträge bearbeiten. Erfahrungsgemäß schaffen wir an einem Parteitagswochenende 60 bis 70 Einzelanträge. Man kann sich aber nie darüber sicher sein, ob es ein Thema wirklich auf die Tagesordnung schafft. Wir sprechen über die Themen, die die Mitglieder bewegen.

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„Raus aus dem Euro – das wäre zu einfach“

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Was Lauer über Populismus und den Euro denkt

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  • Tja liebe Leuts von der Piratenpartei..

    Euch ist doch klar, daß das "billige" Volk inzwischen schon so dermaßen verblödet ist, das ALLES, was nicht in ihrem Kopf Eingang findet von vorneherein abgelehnt wird..

    Macht euch also nicht zu viele Hoffnungen..

    Ich wäre auch dafür, wenn öffentlicher Verkehr umsonst ist und das der Staat sich wieder um gewisse Dinge wie Energie, Nahrung, Wohnen, Gesundheit und andere LEBENSWICHTIGE Dinge in die Hand nimmt..

    Aber bei den Regierungen, die wir die letzten 40 Jahren hatten, plünderten sie nur unsere gesammten Ersparnisse und Rentenrücklagen, um IHRE Träume(ausgedacht auf welchem Drogenrausch auch immer)zu verwirklichen, wie z.B. den "Einkauf" der Ex-DDR..

    Normalerweise müsste ein System, das ordentlich und vernünftig funktionieren soll SO beschaffen sein, das der Steuersatz grundsätzlich bei 50% für JEDEN liegt und am besten nur über eine einzige Steuer eingezogen würde..

    Dann KÖNNTEN Menschen umsonst mit Buss uns Bahn fahren, dann könnten mehr Menschen ihre Pflichten GERNE tun können und jeder SEINEN Teil auf SEINE Art und Weise dazu beitragen kann, damit das gesamte System funktioniert..

    Aber dafür müssen natürlich auch die RICHTIGEN Leute an der Spitze sitzen, die auch wirklich daran interessiert sind, das die Gelder dann auch DAFÜR eingesetzt werden, unser System auf Dauer zu stabilisieren, anstatt sich nur mal auf die Schnelle wichtig zu machen, oder nur "Geld verdienen" wollen

    In der Natur gilt folgende Regel...

    Zur EINEN Hälfte muss JEDES Individuum "seine" Hälfte geben(Als Nahrung für Andere dienen, rechtzeitig sterben, als Jagdbeute dienen usw..) und die andere Hälfte bietet dafür die Natur im Gegenzug in Form von geeigneten Lebensgrundlagen an..


    Letztlich müssen auch wir diesen Prinzipien folgen, ob es uns passt oder nicht.

    Die eine Hälfte für das eigene Selbst, die andere Hälfte für die Gesellschaft

  • Langhans, der ergraute Alt-68er und Kommune1-Gründer (R...F...), spendet 20.000 den Piraten. Da schaue ich doch lieber Fluch der Karibik, statt den Fluch für Deutschland zu wählen. In Berlin stellte eine 19jährige Abgeordnete fix ihren Freund ein. Erst nachdem die Presse dies Publik machte, meinte sie, sie hätten es sich zu einfach gemacht. Immer ran an die Fleischtöpfe, das Fressen kommt vor der Moral, um mit Brecht zu sprechen. Kiffen für Kinder,Schwarzfahren legalisieren auf Kosten der Arbeitenden, kein Schutz des copyrights im Internet (Geistiges Eigentum), dass ist alles, was die wollen, noch nicht mal können. Lächerlich. Schon mal Bilder der Wahlparty der Piraten am Wahlabend in Berlin gesehen? Hoch die Tassen... Und dazu der Abgeordnete, der sich nicht entblödet, BSR-Klamotten, Davidstern und Palituch gleichzeitig zu tragen. Eine Witzfigur. Über diese "Partei" wird die Zeit hinweggehen, wie über die REP am anderen Rand.

  • was ist das, DASSSS...denn für ein aufgeblasener Blasebalg ohne Luft! Eine Konstruktion von MöchteGernWichtigPräsenzPustetuerei...oh graus, welch textliches Spießertum sich in aller Regelmäßigkeit narzistisch und doch im konjunktiv beweihräuchert.

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