Politische Stimmung
Union sackt leicht ab

Vor dem ersten Stimmungstest für die große Koalition bei den drei Landtagswahlen Ende März liegt die SPD laut einer bundesweiten Umfrage in der Wählergunst weiter hinter CDU und CSU zurück. Allerdings hat auch die Union an Zustimmung verloren.

HB BERLIN. Nach der Bundestagswahl hat die Union trotz Verlusten das Kanzleramt erobert. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die CDU sind in einem Stimmungshoch, während der Koalitionspartner SPD im Bund schwächelt. Wie sich die große Koalition auf die Landtagswahlen im März auswirkt, ist ungewiss. In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt lag die CDU zuletzt vor - in Rheinland-Pfalz hinter der SPD.

Wie die Forschungsgruppe Wahlen in einer aktuellen Umfrage für das ZDF-Politbarometer ermittelte, kommt die SPD derzeit in der aktuellen politischen Stimmung auf 32 Prozent. Das sind immerhin 3 Punkte mehr als bei der gleichen Befragung drei Wochen zuvor. CDU/CSU erreichen 43 Prozent (-3). Zulegen in der Stimmung konnte demnach auch die Linkspartei um einen Punkt auf acht Prozent, während die Grünen um zwei Punkte und die FDP um einen Punkt auf jeweils sieben Prozent nachgaben.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, könnte die Union demnach unverändert mit 41 Prozent rechnen, die SPD mit 32 Prozent. Die FDP liegt ebenfalls unverändert bei acht Prozent und damit gleichauf mit der Linkspartei, die sich um einen Punkt verbessern konnte. Die Grünen gaben in der Sonntagsfrage einen Punkt ab auf sieben Prozent.

Keiner der führenden Politiker konnte in der Umfrage sein Ansehen gegenüber dem Vormonat verbessern. Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt die populärste Politikerin. Mit einem unveränderten Wert von 2,2 baut sie ihren Vorsprung auf den Zweitplatzierten, SPD-Chef Matthias Platzeck, sogar aus, weil dieser im Vergleich zum Februar um 0,3 Punkte auf 1,4 absackte.

Auf den Plätzen drei und vier folgen Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Peer Steinbrück (beide SPD), die ebenfalls leicht an Popularität einbüßten. Schlusslicht bleibt mit einem auf minus 1,2 (Februar minus 1,0) verschlechterten Wert der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber.

Zwei Drittel Befragten lehnten die Pläne der Bundesregierung ab, die Renten in den kommenden Jahren nicht zu erhöhen. Nur 32 Prozent fänden dies richtig, 65 Prozent seien dagegen, teilte das ZDF mit. Null-Runden für die Rentner würden mit Ausnahme der Anhänger der Grünen von den Anhängern der anderen Parteien mehrheitlich abgelehnt.

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