Porträt
Wolfgang Schäuble (CDU)

Wolfgang Schäuble ist ein Mann mit eiserner Disziplin, der immer wieder schwere Rückschläge weggesteckt hat.

HB BERLIN. Die politische Karriere des gebürtigen Freiburgers, der 1972 in den Bundestag einzog, schien vor 15 Jahren bereits zu Ende zu sein. Ein geistig verwirrter Mann feuerte drei Schüsse auf ihn ab. Seitdem sitzt Schäuble im Rollstuhl. Doch schon wenige Monate später nahm er die Amtsgeschäfte wieder auf.

Von 1984 bis 1989 war der Jurist als Kanzleramtsminister die rechte Hand des Kanzlers Helmut Kohl (CDU). Als Innenminister (1989- 1991) gestaltete er die deutsche Einheit mit. 1998 machte Kohl seinem Kronprinzen einen Strich durch die Rechnung: Er trat selbst gegen Gerhard Schröder an, danach verlor die CDU die Macht.

Mit starkem Willen überstand Schäuble auch die Spendenaffäre der CDU. Im Februar 2000 gab er wegen einer angeblichen Barspende des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber den Vorsitz von Partei und Fraktion auf. Zwei Jahre später gehörte er wieder zum Team des Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU). Nach der verlorenen Wahl Schäuble er einer der Stellvertreter von Fraktionschefin Angela Merkel und profilierte sich als außenpolitischer Experte der CDU.

Im Frühjahr 2004 konnte oder wollte Merkel ihn nicht als Bundespräsidenten durchsetzen. Seinerseits lehnte Schäuble Merkels Wunsch ab, Nachfolger von Friedrich Merz als "Super"-Fraktionsvize mit Zuständigkeit für Wirtschaft und Arbeit zu werden. Dennoch berief ihn Merkel in ihr Wahlkampfteam.

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