Praxisgebühr
Patienten müssen vorerst weiter zahlen

Jedes Quartal dasselbe: Zehn Euro wandern beim Arzt über den Tresen. Die FDP wollte das ändern, doch die Praxisgebühr bleibt. Zumindest vorerst. Denn ganz vom Tisch ist der Streitpunkt nicht.
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BerlinDie umstrittene Praxisgebühr bleibt vorerst bestehen. Wie der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn der „Bild“-Zeitung (Samstagausgabe) sagte, haben sich Union und FDP darauf verständigt, die Gebühr von zehn Euro pro Quartal zunächst nicht abzuschaffen.

Die FDP hatte dafür plädiert, die Gebühr ganz oder teilweise zu zurückzunehmen. Auch die von der CDU gewünschte Senkung des Krankenkassenbeitrags um 0,1 Prozentpunkte sei vom Tisch. Allerdings werde im Sommer darüber möglicherweise noch einmal verhandelt.

Der CDU-Gesundheitsexperte und Bundestagsabgeordnete Jens Spahn bestätigte die entsprechende Einigung: „Damit ist endlich Ruhe an der Front.“ Gleichwohl erneuerte FDP-Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle den Wunsch nach einer Abschaffung der Praxisgebühr.

„Wir sind uns in der Koalition einig, dass die gesetzlich Krankenversicherten entlastet werden müssen. Angesichts zweistelliger Milliardenüberschüsse ist es nur fair, die Versicherten daran teilhaben zu lassen“, sagte Brüderle der „Hamburger Morgenpost“. Die Praxisgebühr sei mit viel Ärger und Bürokratie verbunden. Man könne die Praxisgebühr zumindest für zwei bis drei Jahre aussetzen.

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Kommentare zu " Praxisgebühr: Patienten müssen vorerst weiter zahlen"

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  • Verehrte Kommentatoren,
    auch wenn die FDP aus der Bundespolitik verschwinden sollte, die anderen Parteien sind auch nicht besser! Hauptsache sie sitzen an den "Ägyptischen Fleischtöpfen"! Und mit der Praxisgebühr hat Schäuble eine versteckte Steuer, wie mit dem SOLI! Die gibt er nicht so schnell auf!

  • Politiker gehen nun mal mit Steuergeldern und Beiträgen der Versicherten um. Da müssen sie doch immer das Wohl der Allgemeinheit im Kopf haben, oder?
    Leider haben diese Damen und Herren, wenn´s um ihre Diäten geht, dann IHR Wohl im Kopf.
    Also lasst doch Herrn Schäuble seinen Haushalt mit unseren Beiträgen sanieren, da braucht er dann keine Steuererhhung. oder doch noch?
    B. Brecht: "Jedes Volk hat die Regierung die es verdient."
    Die Prinzen: "Das alles ist Deutschland."

  • Die FDP ist eine verkommene Partei gescheiterter Persönlichkeiten, die sich schamlos bedienen und das Volk ausbeuten.

    Die FDP steht für Niebel, Silvana Koch-Mehrin etc. Vetternwirtschaft, Absahner und Schmarotzer. Niemand braucht eine Partei wie die FDP, die mit Mitgliedern besetzt ist, die sich die eigenen Taschen und die ihrer Freunde vollstopfen und dafür bekannt sind sämtliche Interessen der Lobbyverbände zu bedienen.

    So etwas braucht niemand in Deutschland. Die FDP muss weg. Deutschland muss sich endlich von diesem Krebsgeschwür befreien.

    Der Wähler ist der Chirurg. Bei den kommenden Wahlen wird die FDP säuberlich vom Steuertropf abgetrennt. Dann ist es aus und vorbei mit dem Leben wie die Made im Speck. Der Diätenstrom ist versiegt.

    Niebel muss dann endlich auch mal richtig arbeiten, um das zu bekommen, was er auch tatsächlich verdient! Vielleicht wird er Rezeptions-Chef bei Mövenpick?

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