Prekäre Arbeitsverhältnisse
Uni-Nachwuchs soll es künftig besser gehen

Ab 2016 soll ein Gesetz den Trend zu prekären Arbeitsverhältnissen an den Hochschulen stoppen. Die SPD ist besonders zuversichtlich – und fühlt sich durch eine neue bayerische Regelung bestätigt.
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BerlinDie SPD-Fraktion sieht gute Chancen, die Karrierewege von Zehntausenden wissenschaftlichen Mitarbeitern an Hochschulen schon bald per Gesetzesreform deutlich sicherer zu machen. Die stellvertretende Vorsitzende des Bundestags-Forschungsausschusses, Simone Raatz, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir werden schon im April einen Vorschlag in die Koalitionsfraktionen tragen. Das Gesetz wird spätestens zum 1. Januar 2016 auf den Weg gebracht.“

Die SPD spüre Rückendeckung aus dem Forschungsministerium von Johanna Wanka (CDU) für eine Änderung des seit 2007 gültigen, zum Missbrauch einladenden Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Raatz: „Wir sind mit Frau Wanka auf einem guten Weg. Jetzt erwarte ich aber auch, dass sie Druck macht bei der Unionsfraktion, die sich noch etwas versteckt.“

Das Problem: Mehr als 83 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter an deutschen Hochschulen seien befristet beschäftigt, sehr viele kürzer als ein Jahr. „Das ist kein Zustand. Wenn wir gute Köpfe in Deutschland halten wollen, müssen wir auch an unseren Universitäten und Hochschulen gute Arbeitsbedingungen bieten“, sagte Raatz. Gerade jüngere Forscher und Dozenten suchten Sicherheit und Perspektiven.

Die Änderung des Gesetzes sei „ein wichtiger Baustein“ gegen prekäre Verhältnisse an den Unis, betonte die SPD-Wissenschaftsexpertin. Sie beobachte allerdings weiterhin, dass die Hochschulen am bisherigen Zustand mit Blick auf ihre „Flexibilität“ festhalten wollten. „Sie sind aber auch Arbeitgeber, und sie sollten gute Arbeitgeber sein.“

Das CSU-regierte Bayern hatte diese Woche mit neuen Grundsätzen für Nachwuchs-Wissenschaftler überrascht. Dort sollen befristete Verträge künftig mindestens ein Jahr Laufzeit haben, Doktoranden sollen üblicherweise für zwei bis vier Jahre beschäftigt werden, angehende Professoren für vier bis sechs Jahre, vereinbarten Bayerns Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) und Hochschulvertreter.

Davon profitiert nach einer groben Schätzung des Ministeriums mehr als jeder dritte wissenschaftliche Mitarbeiter an den Hochschulen und sogar gut jeder zweite befristet Beschäftigte im sogenannten akademischen Mittelbau, also der Ebene unter den Professoren.

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  • Der Nachwuchs soll lernen nicht zu lügen, betrügen, vorsätzlich falsche Angebote ab geben und Qualität endlich einführen. Sie sollen menschlich und vorbildlich handeln. Nur Personal entlassen kann keine Lösung sein, wie sie es zur Zeit wohl lernen!

  • im deutschen Hochschulwesen ist der Keim für Lebensuntauglichkeit schon angelegt. Sie lernen dort nichts für das Leben, genau so wenig wie im deutschen Schulsystem. Es werden Zombies herangezüchtet. Und das ist von dem menschenverachtenden, lebensfeindlichen System auch so gewollt.

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