Privathaushalte
Steuer- und Abgabenlast steigt

Eine amtliche Statistik zeigt, dass die tatsächliche Belastung der Bürger in den letzten Jahren gestiegen ist, trotz aller von den Bundesregierungen versprochenen Steuer- und Abgabenentlastungen. Der Durchschnittshaushalt zahlt pro Monat 65 Euro mehr als noch 2003.
  • 3

BERLIN. Was auch immer die Bundesregierungen in der jüngeren Vergangenheit unter dem Etikett "Steuer- und Abgabenentlastung" verkündet haben - unterm Strich ist die tatsächliche Belastung der Bürger gestiegen. Und das gilt selbst dann, wenn man die kräftige Mehrwertsteuererhöhung von vor vier Jahren völlig beiseite lässt: Allein schon die Abzüge vom Bruttoeinkommen haben sich für den deutschen Durchschnittshaushalt zwischen 2003 und 2008 um neun Prozent auf 793 Euro im Monat erhöht. Das zeigt die neue Einkommens- und Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamts.

Nach der am gestrigen Mittwoch vorgelegten Auswertung der Wiesbadener Statistiker stiegen die monatlichen Abzüge für Einkommen-, Kirchensteuer und Solidarzuschlag in den fünf Jahren im Schnitt um 46 auf 416 Euro. Zugleich erhöhte sich die Belastung mit Sozialabgaben um 19 auf 377 Euro. Insgesamt führten die privaten Haushalte damit 2008 im Schnitt 21,4 Prozent ihrer Bruttoeinkommen an Staat und Sozialkassen ab - einen Prozentpunkt mehr als 2003.

Eine Kehrseite des Jobwunders

Bei der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) handelt es sich um eine breit angelegte Auswertung von Daten, die besonders dicht an der Lebensrealität erhoben werden: 60 000 Haushalte führen dafür alle fünf Jahre für jeweils drei Monate genau Buch über ihre Einnahmen und Ausgaben. Markantester Anwendungsfall ist die Berechnung der Hartz-IV-Sätze, die sich auf Verbrauchsdaten der unteren Einkommensgruppen stützt. Die EVS erfasst aber das ganze Einkommensspektrum und erlaubt daher auch andere Auswertungen.

Seite 1:

Steuer- und Abgabenlast steigt

Seite 2:

Kommentare zu " Privathaushalte: Steuer- und Abgabenlast steigt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • wird in unserem Staat doch abgeschafft. Dabei sorgt die Mittelstandsindustrie für die meisten Arbeitsplätze. Kleinunternehmer sind unserem Staat wohl auch ein Dorn im Auge. bevor wir nicht alle gleich arm sind, in dieser bescheidenen EU, werden die sogenannten "Eliten" keine Ruhe geben.
    Die meisten bundesstaaten Deutschlands und die meisten Gemeinden sind pleite. Wir durften hier in den letzten Jahren bereits über 9000 Euro an "Wasserergänzungsabgabe" für unser Haus zahlen. Ende der Zahlungen sind nicht in Sicht! Ein früherer bürgermeister hat unser Städtchen richtig in den Schlamassel gezogen. Zu seiner Amtszeit wurde nicht investiert, um nur ja wieder gewählt zu werden. Mittlerweile sind die Kosten aus dem Ruder gelaufen und der bürger ist der Leidtragende.
    Gleichzeitig verschenkt unsere Regierung unser Steuergeld wo sie nur kann und stellt alles als "alternativlos" dar. Ein Armutszeugnis!!!
    Deutschland hat nur 3 Geberländer unter seinen bundesstaaten, nämlich bayern, Hessen und baden Württemberg. Alle anderen bundesstaaten werden durch diese 3 mitfanziert. Genauso sieht es mittlerweile in der EU aus. Da könnte man direkt folgern, dass bayern, Hessen und baden Württemberg die EU retten sollen. Eine absolute Lachnummer!
    Wie lange wird es wohl noch dauern, bis diese EU mit dem Euro zusammenbricht? Was wird dann auf uns an Abgaben für Vater Staat noch kommen???
    Die Politiker machen eine verantwortungslose Politik, verteidigen diese noch, verstehen offensichtlich absolut nichts von wirtschaftlichen Vorgängen und lassen sich von anderen Ländern über den Tisch ziehen!

    Also brauchen wir auf absehbare Zeit nicht damit rechnen, dass hier irgendeine "Abgabenlast" verringert wird!!!

  • Ja mischa, was machts du denn, wenn dein Arbeitsplatz abgebaut oder dein Kleinunternehmen vernichtet wird?

    in einer Leiharbeitsunternehmen putzen gehen bei den Leuten die dich verarscht haben?

    Eben: Trink nicht noch den schmutz der Scheiße die dir angeboten wurde.
    Sorry ich habe vergessen wie das Sprichwort im original hieß.
    Also der Dreck in den du eingetauchst wird , sollst du nicht auch noch trinken. irgendwie sowas.

  • immer weniger berufstätige müssen immer mehr bezahlen! Der deutsche berufstätige muß neben dem deutschen beamtenapparat, dem öffentlichen Dienst, den Rentnern, den Pensionären, den Politikern, den Harzt-4-lern nun auch noch einen Großteil der EU finanzieren. Kein Wunder, daß immer weniger übrigbleibt. Und wer dann noch besonders viel arbeitet (Leistungsträger!) wird mit Spitzensteuersatz, Soli und NEiDSTEUER bestraft. Leistung lohnt sich nicht mehr! im Gegenteil! Kein Wunder, daß sich die Leistungsträger verabschieden. Auswanderer sind sicherlich keine Hartz-4-ler, die haben es nirgendwo auf der Welt so schön wie hier!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%