Protest gegen Einkommensverluste
Verdi will mit bundesweitem Streik Tarifvertrag erzwingen

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Februar mit einem bundesweiten Streik. Die Proteste richten sich gegen Einkommensverluste und längere Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst.

HB BERLIN. Falls ein letztes Spitzengespräch mit der Tarifgemeinschaft der Länder Anfang Febraur scheitert, solle rasch eine Urabstimmung stattfinden, berichtete Verdi am Freitag in Berlin. Betroffen wären Unikliniken, Straßenmeistereien und Ämter. In Niedersachsen und Baden-Württemberg droht zudem ein Streik in den Kommunen, unter anderem im Nahverkehr.

Auch die IG Metall in NRW wendet sich gegen die von den Arbeitgebern vorgeschlagenen Gespräche über längere Arbeitszeiten und fordert für die kommende Tarifrunde fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt. „Die Gewinnsituation der Unternehmen ist ausgezeichnet“, sagte der Bezirksleiter des größten IG Metall-Verbands, Detlef Wetzel. Verhandlungen über Arbeitszeiten seien „außerhalb jeder Vorstellungskraft“. Es gebe „keinen Grund für Kompensationen“.

Wetzel drohte indirekt damit, die Gewerkschaft wolle ihre Forderung für die 700 000 Beschäftigen des Bezirks notfalls mit Streiks durchsetzen. „Wenn alle Mittel notwendig sind, werden wir alle Mittel in Angriff nehmen.“ Zu Äußerungen des Chefs der Metallarbeitgeber in Nordrhein-Westfalen, Michael Jäger, Nordhein-Westfalen und nicht wie sonst üblich Baden-Württemberg könne in der kommenden Tarifrunde Pilotbezirk sein, sagte Wetzel: „Alle Bezirke müssen abschlussfähig und -willig sein. Dies gilt auch für Nordrhein-Westfalen.“

Die IG Metall will in den Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 3,4 Millionen Beschäftigten der Branche bis zu fünf Prozent höhere Einkommen durchsetzen.

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