PSA überzeugen nicht
Bundesagentur schränkt PSA-Engagement ein

Die Bundesagentur für Arbeit will sich offenbar von dem Konzept der Personal-Service-Agenturen (PSA) verabschieden: Die bisherige Bilanz liege weit hinter den Erwartungen.

HB BERLIN.

Die bisherige Erfahrung mit den Personal-Service-Agenturen (PSA) haben die Erwartungen nicht erfüllt. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will sich offenbar aus dem Konzept Schritt für Schritt zurückziehen. Das berichtete das Nachrichtenmagazin «Focus» am Samstag vorab. Demnach empfahl die BA-Zentrale ihren Dienststellen, nächstes Jahr nur noch die gesetzlich geforderte Mindestzahl, eine PSA pro Arbeitsagentur, anzubieten.

Mit Hilfe der Personal-Service-Agenturen sollen Arbeitslose im Auftrag der Arbeitsagenturen betreut und wie Leiharbeiter vermittelt werden. Das Konzept galt als zentraler Bestandteil der so genannten Hartz-Reformen. Doch die bisherige Bilanz bleibt weit hinter den Erwartungen zurück: Von April 2003 bis Oktober 2004 seien knapp 92.000 Arbeitslose in eine PSA gegangen, hieß es weiter. Davon hätten nur 20.700 eine reguläre Beschäftigung gefunden. Bislang habe die Nürnberger Behörde dem Bericht zufolge 455,5 Millionen Euro für die PSA ausgegeben. Allerdings wären ohne PSA ebenfalls Kosten für Arbeitslosengeld und –hilfe angefallen.

Von den Ende Oktober vorhandenen 37.000 PSA-Plätzen waren laut «Focus» lediglich 27.600 besetzt. Die BA geht davon aus, dass es im kommenden Jahr im Durchschnitt ein Drittel weniger sein wird.

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