Rede zum Tag der Arbeit
DGB-Chef Sommer ruft zur Gegenwehr auf

Der DGB-Vorsitzende Sommer wirft Unternehmern vor, ihre Beschäftigten zu erpressen. Die Arbeitnehmer sollten ihre Rechte verteidigen, fordert er.

HB BERLIN. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, hat die Arbeitnehmer am Tag der Arbeit zur entschlossenen Verteidigung ihrer Rechte aufgerufen. Die Spitzen der Wirtschaft übten Druck auf die Regierung aus, und die Unternehmer erpressten ihre Beschäftigten, um die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte rückgängig zu machen, sagte der DGB-Vorsitzende am Sonntag in seiner traditionellen Ansprache zum 1. Mai im Deutschlandfunk.

Die Mächtigen der Wirtschaft «missbrauchen ihre Macht und fordern weitere drastische Lohn- und Sozialkürzungen», kritisierte Sommer und forderte zur Gegenwehr auf. Zu viele Menschen hielten das Verhalten der Arbeitgeber sowie die Massenarbeitslosigkeit für Schicksal. «Aber wenn Menschen sich engagieren, wenn sie sich zusammenschließen, dann können sie die Welt zum Besseren verändern», sagte der DGB-Vorsitzende.

Dies bedeute, Menschen wieder echte Chancen auf dem Arbeitsmarkt und einer sozialen Politik Vorrang vor Kapitalinteressen zu geben. Zudem müsse der Mensch in den Mittelpunkt gestellt werden und nicht die Rendite. Arbeitnehmer hätten ein Recht auf Mitbestimmung und auf einen gerechten Anteil an den Gewinnen.

Sommer kritisierte: In den vergangenen Jahren seien die Menschen mehr und mehr als bloße Kostenfaktoren behandelt worden, wie «Nummern auf einem Kontoblatt». Sommer weiter: „Es gibt Kräfte in unserem Land, die sich vom Gedanken der Teilhabe lossagen wollen. Denen werden wir uns energisch in den Weg stellen.“

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