„RegSprecher“
Steffen Seibert stellt sich bei Twitter

Regierungspolitik in 140-Zeichen-Sätzen gab es aus dem Bundespresseamt. In seinem ersten „Twitter-Interview“ stand Steffen Seibert den Userfragen Rede und Antwort. Dabei ging es nicht nur um aktuelle Regierungsthemen.
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BerlinNach Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Bürgerdialog und Youtube-Interviews setzt nun auch ihr Sprecher Steffen Seibert auf einen engeren Austausch mit der Bevölkerung. Am Donnerstag lud der langjährige Journalist im Internet zum ersten „Twitter-Interview“ - und nahm sich dafür rund 45 Minuten Zeit.

Seibert ist inzwischen ein leidenschaftlicher „Twitterer“, berichtet auf der Online-Plattform über Merkels Regierungsarbeit und von Reisen - wie vor wenigen Tagen aus Rom und Afghanistan. Die Botschaften des Merkel-Vertrauten verfolgen inzwischen mehr als 54.000 Menschen. Mit mehr als 1600 „Tweets“ haben er und seine Mitarbeiter sich inzwischen zu Wort gemeldet.

Die Interview-Premiere im Internet sprach sich im Netz schnell herum, und so gibt es an diesem Vormittag viele hundert Anfragen. Ein zusätzlicher Anreiz zur Teilnahme dürfte für so manchen User Seiberts Hinweis gewesen sein: „Alles Wichtige auf Twitter erreicht über mich auch die Kanzlerin.“ Kurze Zeit später begrüßt er um 11.30 Uhr die Twitter-Follower mit einem „Guten Morgen, hier sitze ich, Tablet ist frisch geladen, es kann losgehen.“ Der Dialog entwickelt sich zu einer Mischung aus nationalen und internationalen Themen und persönlichen Fragen an Seibert. „Wann marschieren die deutschen Truppen in Syrien ein?“, widmet sich gleich die erste Frage der Außenpolitik. „Das wäre keine Lösung des Problems. Die Welt muss Druck auf das Assad-Regime organisieren, damit Dialog in Gang kommt“, antwortet der Regierungssprecher.

Später dann geht es um ACTA, den Kampf gegen Menschenhandel, die Verfolgung von Christen in anderen Ländern sowie um Afghanistan. „Worauf beruht die Einschätzung zum Truppenabzug aus Afghanistan 2014? Ist das Land schon stabil genug?“, will eine Teilnehmerin wissen. „Die Sicherheitslage verbessert sich, die afghanischen Kräfte können mehr selbst übernehmen, aber viel bleibt zu tun“, so die knappe Antwort. An anderer Stelle spricht sich Seibert im Namen der Regierung für eine europäische Ratingagentur aus, die aber privatwirtschaftlich sein müsse, um glaubwürdig zu sein.

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  • Das ist ja mal ganz großes DDR-Kino. Der Bevölkerung will man Volksnähe vortäuschen. Was für eine armseelige Show. Keine Frage zum Hochverrat der Kanzlerin an Deutschland? Keine Frage zum Verfassungsbruch zur Eurorettung? Wieviele Fragen wurden untergejubelt? Saßen bestimmt noch ein paar Merkel-Untertanen direkt neben Seibi und deren Fragen wurden bestimmt direkt durchgestellt, um unliebsame Fragen zu verdrängen. Wer solchen Inszenierungen glaubt, der glaubt auch, dass Merkel sich überhaupt für die deutsche Bevölkerung interessiert. Seibert...Der Untertan! Kann er den Menschen in seinem Umfeld noch in die Augen sehen? Gut, dass ich nicht so einen Stiefellecker in meiner Verwandschaft habe.

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