Zum Saarland Wahl 2017 Special von Handelsblatt Online

Wahlen im Saarland
Oskar Lafontaine in Lauerstellung

Im  Saarland steht am Sonntag die erste Nagelprobe für die SPD seit der Kür von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten an. Auch die Saar-SPD profitiert vom Hype um Schulz – und die Linken könnten ein Nutznießer sein.
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SaarbrückenDie rund 800.000 Wahlberechtigten im Saarland, dem kleinsten Flächenland Deutschlands, sind aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Auch die Sozialdemokraten an der Saar profitieren vom Boom in den Umfragen, den die SPD seit der Ausrufung von Schulz zum Kanzlerkandidaten Ende Januar erlebt. Im Saarland fällt damit der Startschuss für das Wahljahr, an deren Ende am 24. September die Bundestagswahl steht. Vorher werden im Mai noch die Landtage in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gewählt.

Anfang des Jahres sah die saarländische CDU unter Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die zurzeit mit der SPD regiert, noch wie die sichere Siegerin aus. Nun sagen Umfragen ein eher knappes Rennen voraus. Am Ende könnte es für eine Mehrheit von SPD und Linkspartei reichen. Deren Spitzenkandidat ist der frühere SPD-Chef Oskar Lafontaine, der seiner einstigen Partei 2005 den Rücken kehrte und dem Vorläufer der Linkspartei half, im Westen Fuß zu fassen. Es wäre das erste rot-rote Bündnis in einem westdeutschen Bundesland - und die CDU würde im Westen nur noch in Hessen den Regierungschef stellen.

Für manchen in der SPD-Spitze im Bund wäre das ein Auftakt nach Maß für die Bundestagswahl, wenngleich das Saarland nur etwa 1,3 Prozent der Wahlberechtigten im Bund stellt. Schulz wird am Sonntagabend erstmals als frisch gewählter Parteichef das Wahlergebnis bewerten müssen. In einem Interview mit dem „Rundfunk Berlin-Brandenburg“ hat er bereits deutlich gemacht, dass SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger freie Hand hätte bei der Partnerwahl. Lafontaine verfüge als früherer langjähriger Ministerpräsident des Saarlandes „ganz sicher über große Erfahrung, die er in einer Landesregierung auch mit einbringen kann“.

Lafontaine sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Wir bevorzugen eine rot-rote Mehrheit.“ Eine Signalwirkung für die Bundestagswahl im September sieht er auch: „Eine rot-rote Koalition im Saarland würde das Klima zwischen SPD und Linken verbessern.“

Die kleinen Parteien Grüne und FDP müssen den Umfragen zufolge bangen, ob sie die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag schaffen. Die AfD verlor in den Umfragen zuletzt deutlich an Zuspruch: Lag sie bei Insa Anfang Januar noch bei zehn Prozent, waren es in der Insa-Umfrage in dieser Woche nur noch sechs Prozent. Die CDU rangiert in den Umfragen zwischen 34 und 37 Prozent, die SPD bei 32 bis 34 Prozent und die Linkspartei bei zwölf bis 13 Prozent.

Kommentare zu " Wahlen im Saarland: Oskar Lafontaine in Lauerstellung"

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  • @Herr Hans Mayer24.03.2017, 13:10 Uhr

    "Keine Sorge, die AFD wird reinkommen ins Parlament"

    Ja, die AfD soll aber nur 7 % der Stimmen bekommen, zweistellig wäre da schon besser.

  • AfD rein,
    GRÜNE raus,
    FDP nicht drin,

    ergibt:

    Eine sozialdemokratische Ministerpräsidentin!

  • "Wenn es der Kuh zu gut geht, geht sie aufs Eis !"
    (Volksmund)

    Die 80 Millionen Deutschen werfen Jahr für Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll.

    Jetzt wollen sie eine neue Regierung. Notfalls auch mit der Nachfolgepartei der Mauerschützen und Stasi-Spitzel.

    Bereits der ehemalige Bundeskanzler Ludwig Erhard musste die Deutschen aufrufen:

    "Masshalten !!"

    Unser größter Bundeskanzler, Konrad Adenauer, rief gar:

    "Keine Experimente !!""

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