Schifffahrt hatte kaum Interesse an dem angebotenen militärischen Geleitschutz
Deutsche Soldaten vor Gibraltar nicht gebraucht

Früher als geplant kehrt die Bundeswehr von ihren Einsätzen bei Gibraltar und am Horn von Afrika zurück. Laut Pressebericht sind die Soldaten dort überflüssig.

HB BERLIN. Die Anti-Terror-Einsätze der Bundeswehr in der Straße von Gibraltar und am Horn von Afrika stehen vor ihrem vorzeitigen Ende. Wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag vorab berichtete, stuft die Nato-Militärführung die Aktion zur Sicherung der Seewege als überflüssig ein.

Vor Gibraltar habe die Schifffahrt kaum Interesse an dem angebotenen militärischen Geleitschutz gezeigt, berichtete das Magazin. Das Bundesverteidigungsministerium wollte den Bericht nicht kommentieren. Laut «Spiegel» nahmen durchschnittlich nur zwei bis drei von insgesamt rund 1750 Schiffen, die die Meerenge von Gibraltar pro Woche passieren, den Eskort-Service der Allianz in Anspruch, an dem sich auch Spanien und Portugal beteiligen.

Die Marine hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums als Teil der Nato-Mission «Active Endeavour» seit Oktober drei Schnellboote und ein Versorgungsschiff mit insgesamt rund 200 Soldaten in der Straße von Gibraltar stationiert. Laut «Spiegel» sollte der Einsatz ein halbes Jahr lang dauern.

Die monatlichen Kosten belaufen sich nach Angaben des Magazins auf rund 600.000 Euro. Am Horn von Afrika kontrollieren rund 300 Bundeswehrsoldaten mit einer Fregatte und einem Marineflugzeug die Seewege. Der Bundestag hatte am 14. November das Mandat für insgesamt 3100 Soldaten im Rahmen der Anti-Terror-Einsätze um ein Jahr verlängert.

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