Schröder in Iran
Altkanzler reist nach Teheran

Gerhard Schröder verhandelt in Iran mit Wirtschaftsvertretern und führt auch politische Gespräche. Mit dabei: eine deutsche Wirtschaftsdelegation. Ursprünglich wollte der Altkanzler aus anderen Gründen nach Teheran reisen.

TeheranAltkanzler Gerhard Schröder (SPD) ist zu Wirtschaftsgesprächen in den Iran gereist. Gemeinsam mit Unternehmensvertretern will er bis Dienstag künftige wirtschaftliche Kooperationen zwischen Deutschland und dem Iran ausloten.

Nach Angaben eines Vertreters der deutschen Botschaft in Teheran waren Zusammenkünfte Schröders unter anderem mit Präsident Hassan Ruhani, Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani, Ölminister Bidschan Sanganeh und Verkehrsminister Abbas Ahmed Achundi geplant. Nun wurde auch ein detaillierter Terminplan veröffentlicht.

Schröder war den Angaben zufolge am Sonntag in Teheran eingetroffen. Er ist Ehrenvorsitzender des Nah- und Mittelost-Vereins, der Wirtschaftskontakte in Länder des Nahen Ostens unterstützt. Von dem Verein waren am Montag zunächst keine Informationen zu Schröders Reise zu erhalten.

Die Reise war ursprünglich für Anfang November geplant gewesen, wurde aber wegen des Todes des Altkanzlers Helmut Schmidt verschoben. Schröder war schon einmal in Teheran: Im Februar 2009 besuchte er den Iran auf Einladung von Madschid Samii, eines iranischen Neurochirurgen und alten Bekannten aus Hannover.

Wegen der umfassenden Finanz- und Handelssanktionen im Atomstreit mit dem Iran sind die Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland fast zum Erliegen gekommen. Doch seit dem Abschluss eines Abkommens zur Beilegung des Nuklearkonflikts Mitte Juli bereiten sich deutsche Unternehmen auf die Rückkehr in den Iran vor. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) reiste schon kurz nach der Einigung im vergangenen Sommer in das Land.

Agentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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