Seehofer rechnet ab
„Das können sie alles senden“

Diesen Fernsehauftritt wird die CDU so schnell nicht vergessen. CSU-Parteichef Horst Seehofer hat in einem Gespräch mit dem ZDF Tacheles geredet - nachdem das eigentliche Interview schon zu Ende war.
  • 14

Berlin/MünchenCSU-Chef Horst Seehofer hat nach der Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen Konsequenzen gefordert. Dies gelte auch für die Arbeit in Berlin, sagte Seehofer am Montagabend im ZDF. "Ich bin jetzt wirklich entschlossen, dass man etwas ändert."

Einen Tag nach dem Wahldebakel der CDU in Nordrhein-Westfalen ist CSU-Chef Horst Seehofer mit der schwarz-gelben Koalition in Berlin hart ins Gericht gegangen. „Wir sollten etwas nicht schönreden, was nicht schön ist. Das ist die bittere Wahrheit, das war ein Desaster gestern“, sagte Seehofer am Montagabend im ZDF-„heute-journal“. Eindringlich forderte Seehofer Konsequenzen für die Arbeit der Koalition in Berlin.

„Meine Antwort ist schlicht darauf, dass wir jetzt nicht so tun, als wäre gestern nichts passiert, sondern wir müssen daraus Konsequenzen ziehen“, sagte der CSU-Vorsitzende. „Ich bin nicht mehr bereit, einfach zur Tagesordnung überzugehen. Wir müssen besser werden, auch in Berlin.“ Erneut forderte er ein Treffen der Parteivorsitzenden von CDU, CSU und FDP, um die dringendsten Probleme wie Energiewende, Vorratsdatenspeicherung und Betreuungsgeld zu lösen.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen, dem gescheiterten CDU-Spitzenkandidaten in NRW , warf Seehofer schwerste Fehler und Versäumnisse vor. „Der Röttgen hat gegen die Frau (SPD-Ministerpräsidentin Hannelore) Kraft mit einem Verhältnis 37 zu 34 Prozent begonnen“, sagte er mit Blick auf die Ausgangsposition. „Und innerhalb von sechs Wochen ist das weggeschmolzen wie ein Eisbecher, der in der Sonne steht.“.

Die CDU hatte bei der Wahl am Sonntag mit 26,3 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis im bevölkerungsreichsten Bundesland eingefahren.

Seite 1:

„Das können sie alles senden“

Seite 2:

"Röttgen hat mich abtropfen lassen"

Kommentare zu " Seehofer rechnet ab: „Das können sie alles senden“"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Diesem Politiker ist nichts zu scheinheig und zu mies. Er erhält dann ja auch meistens Beifall von den entsprechenden Leuten. Es ist in der Regel nicht die creme de la creme der Intellektuellen und der Menschen mit gradlinigem Charakter!

  • @hillaede
    Ihr Kommentar war ziemlich eindeutig, Ihr Hinweis bezüglich "meiner Fähigkeiten" insofern armselig.
    "dass Bayern Jahrzehnte von den Milliarden aus NRW satt gelebt hat."
    Bayern hat eben nicht satt gelebt von den Milliarden, sondern sinnvoll investiert - gerade eben im Gegensatz zu NRW. Das haben aber anscheinend Sie nicht so ganz begriffen. Oder vielleicht sogar doch, Sie fahren ja gerne hin :-)

  • @Hardie67
    Man sagt, lesen gefährdet die Dummheit. Das scheint zu stimmen. Ich bezog mich nicht auf das Land Bayern sondern auf den Kommentar des ‚Rene‘. Bayern und seine Menschen gefallen mir übrigens überaus gut und ich fahre immer wieder gerne hin. Alles weitere in Bezug auf Ihre Fähigkeit, Geschriebenes aufzunehmen, erübrigt sich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%