Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa
Union bundesweit vor Bremen-Wahl im Stimmungshoch

Wenige Tage vor der einzigen Landtagswahl dieses Jahres kann die Union ihr Jahreshoch in einer Wählerumfrage halten. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre hätten CDU und CSU sogar mit der FDP eine Mehrheit im Bundestag.

HB HAMBURG. In der wöchentlichen Politumfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL kommt die Union erneut auf 37 Prozent der Stimmen. Damit läge die CDU/CSU weiter elf Punkte vor der SPD, die wie in der Vorwoche lediglich 26 Prozent erreicht. Die FDP stieg um einen Prozentpunkt auf zwölf Prozent, die Linkspartei fiel um einen Punkt auf zehn Prozent. Der Wert für die Grünen änderte sich nicht und liegt wie in der Woche zuvor bei zehn Prozent. Befragt wurden rund 2000 Bundesbürger vom 30. April bis zum 4. Mai.

Eine schwarz-gelbe Koalition käme damit auf 49 Prozent der Stimmen, während SPD, Grüne und Linkspartei zusammen 46 Prozent hätten. Für den stabilen Vorsprung der Union in Umfragen werden die anhaltenden SPD-Angriffe auf den Koalitionspartner verantwortlich gemacht.

SPD hofft auf Rückenwind von der Bremen-Wahl

Derweil wird das Ergebnis der Bürgerschaftswahl in Bremen am Sonntag mit Spannung erwartet. Das kleinste der 16 Bundesländer ist das einzige, das in diesem Jahr ein Landesparlament wählt. Da wird die Verteilung der 83 Sitze der Bürgerschaft je nach Bedarf zum Stimmungstest auch über den Stadtstaat hinaus erhoben. Vor allem die in Umfragen im Bund schwache SPD hofft durch den prognostizierten Wahlsieg auf Rückenwind. Zudem stellt sich die Frage, ob SPD und CDU in Bremen ihre seit zwölf Jahren bestehende große Koalition fortsetzen. Umfragen zufolge wäre auch eine rot-grüne Koalition möglich.

Bremens SPD-Bürgermeister Jens Böhrnsen, der mitten in der Legislaturperiode 2005 das Amt vom populären Mitbegründer der großen Koalition, Hennig Scherf, übernahm, vermied jede Koalitionsaussage. SPD-Chef Uwe Beckmeyer hingegen machte aus seinem Herzenswunsch kein Geheimnis: „Am liebsten würden wir natürlich wieder alleine regieren.“ Dafür dürfte es nicht reichen. Meinungsforscher sahen die SPD zuletzt bei 40 Prozent, vor vier Jahren war sie noch auf 42,3 Prozent gekommen. Aber Böhrnsen, der trotz des plötzlichen Todes seiner Frau Anfang März weiter Wahlkampf machte, wird sich wohl seinen Koalitionspartner aussuchen können.

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