Sparzwang
Bundespolizei rationiert Treibstoff

Die Bundespolizei rationiert offenbar Benzin und Diesel für ihre Fahrzeuge. Damit wolle man den Sparzwängen gerecht werden, erfuhren die Polizisten nun vom Bundesinnenministerium. Es drohen Engpässe bei Streifenfahrten.
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BerlinWie die „Saarbrücker Zeitung“ unter Berufung auf eine Mitarbeiterinformation von Bundespolizeipräsident Matthias Seeger berichtete, rationiert die Bundespolizei ab sofort ihre Benzinvorräte. Grund dafür seien die steigenden Spritpreise bei gleichzeitiger Sparanordnung des Bundesinnenministeriums in zweistelliger Millionenhöhe. Eine Bestätigung war zunächst nicht zu erhalten.

In der Mitarbeiterinformation für die 40.000 Bundespolizisten heißt es nach Angaben der Zeitung: „Die Bundespolizei unterliegt zurzeit strengen Sparzwängen. Dies äußert sich für Sie zunächst vor allem bei den Einschränkungen der Treibstoffbeschaffung.“ Als eine erste Maßnahme sei mit den Leitern der regionalen Direktionen der Bundespolizei „die Kontingentierung von Treibstoffen vereinbart“ worden.

Schon schlägt die Gewerkschaft Alarm: Roland Voss von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach gegenüber der Zeitung von einem „Offenbarungseid“. Wenn es bei dem Spardiktat bleibe, sei voraussichtlich im Spätsommer kein Geld mehr für Benzin in der Kasse. „Schon heute stehen die Leute unter dem Druck, die Streifenwagen stehen zu lassen.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wer will denn schon etwas für die Sicherheit der Bürger tun? In Sachsen explodiert die Zahl der Wohnungseinbrüche - eine Folge dieser Sparpolitik!
    Wer Geld hat kann sich ja einen Wachdienst leisten, alle anderen haben keine Lobby in diesem Staat.

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