SPD-Chef Gabriel
„Natürlich will ich Bundeskanzler werden“

Die Kanzlerin bekommt Konkurrenz: SPD-Chef Sigmar Gabriel hat erklärt, dass er bei der nächsten Bundestagswahl gegen Merkel antreten will. Ein guter Zeitpunkt – die Zustimmungswerte der Union sinken gerade.

BerlinSPD-Chef Sigmar Gabriel hat klargestellt, dass er bei der nächsten Bundestagswahl auf Sieg setzt und 2017 selbst gegen Kanzlerin Angela Merkel antreten will. „Natürlich will ich Bundeskanzler werden, wenn die SPD mich aufstellen will. Das ist doch gar keine Frage“, sagte der Vizekanzler dem „Stern“. Weiter sagte er: „Ich habe mir geschworen, die Frage, wer führt die Partei in die nächste Wahl, nicht von meiner persönlichen Eitelkeit abhängig zu machen.“

Traditionell hat der SPD-Vorsitzende das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur. Im Sommer wurde bei den Sozialdemokraten debattiert, über die Kandidatenfrage abstimmen zu lassen.

Ende Juli hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) angesichts der Popularität Merkels einen Sieg seiner Partei bei der Bundestagswahl offen infrage gestellt. Es sei schwer, gegen diese Kanzlerin zu gewinnen; eine bloße Regierungsbeteiligung könne daher auch Wahlziel für seine Partei sein. Albig stellte auch infrage, ob die Bezeichnung Kanzlerkandidat für die SPD überhaupt noch passe.

Angesichts der Flüchtlingskrise sinken Merkels Zustimmungswerte jedoch inzwischen, ebenso die Umfragewerte von CDU/CSU. Als wichtige Wegmarken gelten die Landtagswahlen im März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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