SPD
Gabriel ruft zum Kampf gegen Euro-Populisten auf

Die SPD hat ihre Europa-Kandidaten bestimmt. Dank Parteichef Gabriel verliefen die Wahlen reibungslos. Nun soll die Europawahl erfolgreich gemeistert werden – mit einer Kampfansage an die Euro-Gegner.
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BerlinSigmar Gabriel redet nicht gerne um den heißen Brei herum. Vor allem dann nicht, wenn sich in seiner Partei erste Zeichen der Selbstbeschäftigung andeuten. Unmittelbar vor heutigen Europaparteitag in Berlin drohte genau dieser Fall einzutreten.

Die Genossen stritten darüber, wer die aussichtsreichen Listenplätze bekommen soll. Ostdeutsche Verbände fühlten sich von großen Landesverbänden wie Nordrhein-Westfalen ausgebootet. Dann griff Gabriel ein und sorgte dafür, dass nun fünf Ost-Kandidaten sowie Berlin auf den begehrten Plätzen berücksichtigt wurden.

Gabriel war es auch, der die Genossen dann auf die Herausforderungen des Europawahlkampfs einstimmte. Mit deutlichen Worten wetterte er gegen Anti-Europäer wie die Linksfraktionsvize Sahra Wagenknecht. Der SPD-Chef empörte sich über einen „dummen Satz“ Wagenknechts in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“. Darin erklärte sie die EU zu einem „Hebel zur Zerstörung von Demokratie“. Und er giftete unter großen Beifall der rund 200 Delegierten gegen Wagenknechts Aussage, dass die AfD in ihrer Euro-Politik einiges bei der Linkspartei abgeschrieben habe.

Gabriel sprach von einem Anti-Euro-Bündnis aus Linken und der Alternative für Deutschland (AfD), gegen das die SPD mobil machen werde. „Da verbünden sich die rechten und die linken Feinde Europas. Beiden treten wir entgegen“, rief Gabriel. Der Obergenosse redete sich regelrecht in Rage und gab dabei auch den AfD-Europa-Spitzenkandidaten Bernd Lucke („neunmalkluger Professor“) und Hans-Olaf Henkel („ehemaliger Verbandslobbyist“)  einen mit.

Die AfD hatte am Samstag ihren Parteichef, den Wirtschaftsprofessor Lucke, und den früheren Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Henkel, an die Spitze ihrer Kandidatenliste gewählt. Nach einer Umfrage kann die AfD auf sieben Prozent und damit auf den erstmaligen Einzug in das Europaparlament hoffen.

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  • Der Titel ist irreführend und müsste lautet ...wettert gegen Anti Euro Populisten, oder ist das Absicht? Und ob der schwergewichtige Genosse den Unterschied zwischen EU und Europa überhaupt je begriffen hat? Die kommende Wahl ist eine weitere Farce - wir machen nicht mit
    http://5-sterne-deutschland.de/europawahl-2014-keine-stimme-fuer-das-luegenpack/

  • Richtig, wenn Gabriel wenigstens 1/9 der Klugheit der eurokritischen Professoren hätte, dann könnte man sogar aufatmen.

  • Man muß nur tüchtig auf den Busch klopfen, schon kommen die Ratten aus ihren Löchern. Natürlich gibt es keine allgemein nachgewiesene enge Korrelation zwischen Körpergewicht und Geistesstärke, nur bei Sigmar Gabriel ist es so – mehr habe ich auch nicht behauptet: Wie bei seinem Kumpanen Martin Schulz kann man hier behaupten: Außer Spesen nichts gewesen. Wer´s nicht glaubt, lese zum Beispiel mal bei Hans Herbert von Arnim: „Das Europa-Komplott, Untertitel: „Wie die EU-Funktionäre unsere Demokratie verscherbeln“ – Schulz hat dagegen geklagt, alles ohne Erfolg: Sein Vorschlag, die Abgeordneten–Vergütungen und Pensionen der EU-Abgeordneten noch weiter zu vergolden, ging sogar dem diesbezüglich durchaus nicht zimperlichen Angestellten von Putin, Gerhard Schröder, sie wissen noch: ehemaliger Bundeskanzler, zu weit.
    Dem Vorstand meiner Partei, der AfD, habe ich am 13.10.2013 unter anderem geschrieben: Sollte sich aber die AfD zu einer „FDP/CDU/CSU u.s.w.“ – gemeint sind die farbentragenden Blockparteien und ihre Karikatur einer dritten Gewalt, das BVerfG – entwickeln, um auch noch an nutzlosen Ideen rum zu kauen, dann müssten Sie ganz auf mich verzichten, denn solche Organe haben wir in diesem Lande schon viel zu viele und die sind den Menschen hier so nützlich wie die Pest, denn dadurch wird sich der „logische Gang„ der Geschichte nicht ändern, und solange sich der logische Gang der Geschichte nicht ändert, dient er menschlichen Interessen nicht.
    Und nun, liebe Wähler, denken sie doch mal darüber nach, wie hoch ihr Anteil an dieser Konstellation ist.
    Und den Ratten wie Eddie und & habe ich schon mal eine Erkenntnis aus meiner beruflichen Tätigkeit ins Stammbuch geschrieben: Keiner ist unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen - das müsste sie doch auch zufrieden stellen?
    Mit freundlichen Grüßen aus der AfD
    Klaus Peter Kraa

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