SPD-Generalsekretär Heil
Rosneft-Stelle ist „persönliche Entscheidung“ von Schröder

Altkanzler Gerhard Schröder könnte bald einen Posten im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft innehaben. SPD-Mann Hubertus Heil reagiert gelassen, es handle sich um eine persönliche Entscheidung Schröders.
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Berlin/MoskauDie SPD hat zurückhaltend auf einen möglichen Posten von Altkanzler Gerhard Schröder im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft reagiert. Es müsse sich noch zeigen, ob es tatsächlich zu dieser Personalie komme, sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Montag. „In allererster Linie ist es eine persönliche Entscheidung von Gerhard Schröder.“

Der SPD-Politiker Schröder steht auf einer Liste mehrerer Kandidaten für den Posten eines „unabhängigen Direktors“ beim Staatskonzern Rosneft. Dessen Chef Igor Setschin gilt als enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, zu dem Schröder freundschaftliche Beziehungen pflegt.

Heil betonte, für den SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz komme ein solcher Posten nach einer möglichen Kanzlerschaft nicht in Frage. Für Schulz sei ganz klar, „dass er nach seiner Amtszeit als Bundeskanzler keine Tätigkeit in der Privatwirtschaft anstrebt“.

Die Wahl zum Rosneft-Aufsichtsrat, die nach Einschätzung von Experten als Formalie gilt, ist russischen Medienberichten zufolge für den 29. September geplant. Das Ölunternehmen steht nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel der Krim 2014 auf der Sanktionsliste der EU.

Schröder ist seit 2005 Vorsitzender des Aktionärsausschusses beim Betreiber der Ostsee-Gas-Pipeline Nord Stream, an dem wiederum der russische Staatskonzern Gazprom die Mehrheit hält.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " SPD-Generalsekretär Heil: Rosneft-Stelle ist „persönliche Entscheidung“ von Schröder"

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  • Warum sollte Schröder nicht für die Russen arbeiten, als Geheimnisträger kommt er nicht mehr in Frage , die Geheimnisse kennt Putin schon alle. Würde des Amtes
    als Kanzler oder des BP sind auch schon verbrannt, schliesslich sind beide nur Jobs
    die Macht,Kohle ,Anerkennung bringen und danach arbeitet man für die "Feinde "

    Die Kanzlerschaft muss auf 8 Jahre begrenzt werden, dass Amt als Bundespräsident sollte abgeschafft werden , dafür kann man 1000 Suppenküchen
    aufstellen , die wir ja immer mehr brauchen.

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