SPD-Generalsekretärin
Nahles vergleicht Wulff mit Pinocchio

SPD-Generalsekretärin Nahles hat Bundespräsident Wulff indirekt der Lüge bezichtigt. Nach neuen Berichten über Wulffs Beziehungen zu dem niedersächsischen Unternehmer Egon Geerkens bezeichnete sie ihn als „Pinocchio“.
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BerlinSPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat Bundespräsident Christian Wulff indirekt der Lüge bezichtigt. Mit Blick auf neue Berichte über Wulffs Beziehungen zu dem niedersächsischen Unternehmer Egon Geerkens sagte Nahles am Dienstag im Sender N24: „Wir haben jetzt doch einen Pinocchio offensichtlich im Bundespräsidialamt.“ Sie halte Wulffs Verhalten für „peinlich“. Sie habe den Eindruck, dass der Bundespräsident angesichts der scharfen Kritik an ihm „wohl offensichtlich Wachs in den Ohren hat“. Zu befürchten sei, „dass das kein Ende nimmt, dass es immer weiter geht“.

„Tagesschau.de“ hatte zuvor berichtet, Geerkens sei Mandant und Vermieter einer Rechtsanwaltskanzlei gewesen, für die Wulff über Jahre hinweg tätig gewesen sei. Wulff steht seit Wochen in der Kritik, weil er dem Landtag auf die Frage nach einer Geschäftsverbindung mit Geerkens verschwiegen hatte, dass er als Ministerpräsident in Niedersachsen von Geerkens Ehefrau einen Kredit von 500.000 Euro für den Kauf seines Hauses erhalten hatte. Auch die Verbindungen über die Kanzlei hatte er nicht erwähnt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " SPD-Generalsekretärin: Nahles vergleicht Wulff mit Pinocchio"

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  • Wulff wurde auf dem Briefbogen von Funk Tanfelde & Partner
    jahrelang als Außensozius geführt - (und jetzt das Entscheidende:) auch zu dem Zeitpunkt als Herr Geerkens Mandant der o.g. Kanzlei war.
    Als Außensozius haftet er genau wie ein "echter" Sozius. Und: Ein Mandant erteilt einer Sozietät und nicht einem einzelnen Anwalt einen Auftrag.

    Insofern - und das liegt ganz klar auf der Hand - bestand auch ein geschäftliches Verhältnis zwischen Christian Wulff und Herrn Geerkens zu dem Zeitpunkt von Geerkens Mandat an die o.g. Kanzlei.

    Was G. Lehr hier betreibt ist eine perfide Volksverdummung und Verschleierung.

    Die Staatsrechtler von Arnim,, Kuhn und Henn haben selbstverständlich darin Recht, dass bei Christian Wulff ein hinreichender Verdacht besteht, mit seinen Aussagen - mindestens -vor dem Landtag Niedersachsen zu seinem Verhältnis zu Geerkens und zum Nord Süd Dialog nicht wahrheitsgemäß Auskunft gegeben zu haben.
    Mit anderen Worten: es springt einem geradezu ins Gesicht, dass CW gelogen hat.

  • Sorry - meine Sekretärin war in Urlaub...gggg
    Aber Ihr Kommentar zeigt welch Geistes Kind Sie sind...

  • Wer im Glaushaus sitzt ...

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