SPD-Landesverband verspricht Solidarität
Beck bleibt Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz

Rückhalt aus der Heimat: Kurt Beck behält nach seinem Rücktritt als SPD-Chef seine Ämter als Ministerpräsident und SPD-Vorsitzender in Rheinland-Pfalz. Die Stimmung ist gut, heißt es aus dem Landesverband.

HB BERLIN. Der abgetretene SPD-Bundesvorsitzende Kurt Beck will den Landesverband seiner Partei in Rheinland-Pfalz weiter führen und bleibt dort Regierungschef. Beck werde beim Landesparteitag am Samstag wie geplant erneut als Vorsitzender kandidieren, sagte Generalsekretärin Heike Raab. "Wir unterstützen ihn auf diesem Weg", fügte sie hinzu. Seine Amtsgeschäfte werde der Ministerpräsident wie gewohnt weiterführen. "Rheinland-Pfalz steht, wir werden in Rheinland-Pfalz nichts verändern", sagte Raab.

Der SPD-Landesverband bedauere den Rücktritt Becks als Parteichef, betonte Raab. Sie denke aber nicht, dass der rheinland-pfälzische Ministerpräsident deswegen politisch beschädigt sei. Auch habe die Parteispitze Beck nicht überzeugen müssen, seine Arbeit als Landesvater fortzusetzen.

"Konstruktive Zusammenarbeit" mit Müntefering

Zu den Gründen für den überraschenden Rücktritt sagte Raab: "Es gibt immer eine menschliche, persönliche und politische Komponente." Beck selbst werde sich zu gegebener Zeit ausführlicher zu seiner Entscheidung äußern. Raab zufolge will der rheinland-pfälzische Landesverband mit dem neuen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering "konstruktiv" an der Zukunft der Partei mitarbeiten.

Der SPD-Fraktionschef im Mainzer Landtag, Jochen Hartloff, sagte: "Erfolgreich werden wir mit Kurt Beck in Rheinland-Pfalz weitermachen." Die Stimmung sei gut. "Wir stärken Kurt Beck den Rücken." Die SPD werde auch in Zukunft eine qualitätsvolle Arbeit in Rheinland-Pfalz leisten - da würden sich noch einige wundern.

Beck war am Sonntag bei einer Klausurtagung in Werder völlig überraschend als SPD-Chef zurückgetreten, nachdem die Kanzlerkandidatur von Außenminister Frank-Walter Steinmeier vorzeitig bekannt geworden war. In einer Erklärung begründete Beck die Entscheidung mit "gezielten Falschinformationen" aus der Partei über die geplante Nominierung Steinmeiers zum Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2009.

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