SPD-Opposition verliert scharfzüngigen Redner
Porträt: Manfred Püchel

Sachsen-Anhalts SPD-Chef Manfred Püchel legt aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter nieder. Dies kommt überraschend von dem Sozialdemokraten, der stets ein scharfes Wort in der politischen Auseinandersetzung führte und als der Herausforderer von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) bei der Landtagswahl 2006 galt.

HB MAGDEBURG. Der 53-Jährige führte die Sozialdemokraten seit der verlorenen Landtagswahl vor gut zwei Jahren. Er wollte die SPD zurück in die Regierungsverantwortung führen. Doch davon war die SPD zuletzt meilenweit entfernt. Sowohl bei der Europa- als auch bei der Kommunalwahl verlor die SPD jeweils rund 8 Prozentpunkte.

Püchel wurde am 20. Mai 1951 in Etgersleben bei Magdeburg geboren. In der DDR arbeitete er als Chemiker, trat 1990 in die SPD ein. Bis 1994 war er Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Etgersleben, parallel dazu profilierte er sich als SPD-Innenexperte im Landtag. Von 1994 an war er Innenminister. Bei der vergangenen Landtagswahl konnte Püchel als einziger SPD-Politiker ein Direktmandat erringen.

Püchel ist verheiratet und hat zwei Kinder. Im November 1995 entging er unverletzt einem Attentat: Eine geistig verwirrte Frau warf einen Brandsatz auf seinen Dienstwagen, verfehlte ihn aber.

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