SPD-Parteivorsitzender Gabriel
„Ich bin wiedergewählt worden, dabei bleibt es“

Sigmar Gabriel hat es nicht leicht. Von TTIP bis zur Vorratsdatenspeicherung liegt der SPD-Chef mit seiner Meinung oft neben der Parteibasis. Zurücktreten will er nicht – auch nicht nach seiner enttäuschenden Wiederwahl.

BerlinDer SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel (56) schließt nach seinem enttäuschenden Wahlergebnis beim Bundesparteitag einen vorzeitigen Rückzug von der Parteispitze aus. „Ich bin für zwei Jahre wiedergewählt worden“, sagte Gabriel dem „Spiegel“. „Dabei bleibt es.“

Der Parteichef hatte bei seiner Wiederwahl am 11. Dezember in Berlin nur 74,3 Prozent der Stimmen erreicht. Es war das mit Abstand schlechteste Ergebnis seiner bisher vier Wahlen. Die SPD verharrt seit Monaten in Umfragen bei Werten um die 25 Prozent.

Der vor allem von der Parteilinken kritisierte Gabriel betonte, dass er an seinem Kurs der Mitte festhalten wolle. „Die SPD muss immer auch Politik für Minderheiten machen“, sagte der Vizekanzler dem Nachrichtenmagazin. „Aber wer gewinnen will, muss die Mehrheit ansprechen.“ Wenn seine Partei geschlossen auftrete, „sind bis zu 30 Prozent (bei der Bundestagswahl) 2017 durchaus drin“.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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