SPD-Wahlkampf
Steinbrück darf machen, was er will

Peer Steinbrück bestimmt als Kanzlerkandidat, wo es im SPD-Wahlkampf langgeht: Das haben Parteichef Gabriel und Generalsekretärin Nahles deutlich gemacht. Trotz quälender Debatte um die Nebeneinkünfte Steinbrücks.
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BerlinDie SPD-Führung hat dem wegen seiner Nebeneinkünfte in der Kritik stehenden Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück für den Wahlkampf volle Rückendeckung gegeben. Parteichef Sigmar Gabriel räumte ihm große Handlungsfreiheit ein. „Der Spitzenkandidat ist immer die Nummer eins. Er gibt im Wahlkampf die Richtung vor“, sagte er „Spiegel Online“. Der Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Wahl im Herbst 2013 sei derjenige, der den Schwerpunkt setze und ihn in der Partei verankere. Die Partei unterstütze ihn. „Natürlich werden wir Peer Steinbrück Beinfreiheit geben.“ Diese „Beinfreiheit“ hatte Steinbrück unmittelbar nach seiner Nominierung für sich beansprucht.
Seine eigene Rolle definierte Gabriel als Helfer. Er werde sich im Wahlkampf an Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder orientieren. „Gerhard Schröder ist als Wahlkämpfer ein Vorbild.“ Ziel sei es, dass gegen die SPD keine Regierung gebildet werden könne und Steinbrück Regierungschef werde.

Ähnlich äußerte sich SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. Sie wolle sich als Wahlkampfleiterin ihrer Partei in den Dienst von Steinbrück stellen, sagte sie dem „Tagesspiegel am Sonntag“. „Das letzte Wort hat immer der Kandidat.“ Wichtig sei, dass Steinbrück sich mit dem Wahlkampf wohlfühle: „Die Kampagne darf ihm nicht übergestülpt werden.“ Nahles räumte aber ein, dass Steinbrücks erste Zeit als Merkel-Herausforderer nicht optimal gewesen sei: „Der Start ist etwas rumpelig gelaufen, aber es gibt keinen Grund, das zu problematisieren.“
Derweil erklärte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, warum er auf die Kanzlerkandidatur verzichtet hat: seiner Familie zuliebe. „Die letzten zwei Jahre seit der Transplantation haben gezeigt: Auch wenn es überwiegend gut geht - es gibt ein paar Tage mehr im Jahr, an denen ich an der Familienfront gefordert bin“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Steinmeier hatte seiner Frau 2010 eine Niere gespendet.

„Zweierlei war für mich am Ende ausschlaggebend: Ich wusste, dass Peer Steinbrück ein hervorragender Kandidat sein würde. Und mir war klar, was ein Jahr Wahlkampf für mich und meine Familie bedeuten würde“, sagte Steinmeier. Er war 2009 erfolglos gegen Kanzlerin Merkel angetreten. Nun kündigte er an: „Ich werde mich voll für die SPD reinhängen, damit Peer Steinbrück Kanzler wird.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " SPD-Wahlkampf: Steinbrück darf machen, was er will"

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  • eines ist klar; die Grünen mit ihren 1,5% Vermögenssteuer an Euro 1 Mio. müssen abgestraft werden. Danach haben wir nur noch den Einheitsbrei der Polit- Schröpfer; die Beamten werden weiterhin in Watte gepackt (als treues Stimmvieh) durch ihre Abgeordneten- Lobby.
    Quo vadis D?

  • Da es in der Tat ziemlich egal ist ob Steinbrück oder Merkel Kanzler in einer grossen Koalition werden, kann man diesemal als bürgerlicher Wähler mit gutem Gewissen eine echte Opposition in den Bundestag wählen und sich keinen Kopf um das größere oder kleinere Übel machen.
    Die Wahlalternative 2013 ist ein guter Orientierungspunkt und die "Freien Wähler" wären eine wirkliche und keine Pseudoopposition.

  • Ist doch auch eigentlich egal wer aus dieser parasitären Horrortruppe die Wahl gewinnt. Sie werden sich gemeinsam auf die Pfründe stürzen wie eh und je.
    Öffentlichkeitswirksam wird dann wieder Besorgnis und Tatendrang bei verstärkt empfundener sozialer Verantwortung dargestellt.

    WAHLALTERNATIVE 2013 GOOGELN UND ÜBER ALTERNATIVEN INFORMIEREN

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