Staatsanwaltschaft dementiert Zeitungsbericht
Fall Pfahls: BND weist Fluchthilfe-Vorwurf zurück

Es lägen keine Erkenntnisse über eine Fluchthilfe „in welcher Form und durch wen auch immer vor“, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz in Augsburg mit. Die Behörde reagierte damit auf einen Bericht der „Berliner Zeitung“.

HB BERLIN. Die Zeitung hatte berichtet, dass der frühere CSU-Politiker in zwei Fällen durch ehemalige Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) Fluchthilfe erhalten haben könnte. Die Zeitung hatte weiterhin berichtet, Ermittler hätten Hinweise darauf, dass ein von ehemaligen BND-Leuten mit gegründetes bayerisches Sicherheitsunternehmen, das seiner Zeit in die Betreuung des damaligen CSU-Politikers eingebunden war, Pfahls bereits kurz nach seiner Flucht 1999 zwei Mal vor dem Zugriff durch deutsche Zielfahnder im Ausland vorab gewarnt habe. Pfahls hatte sich damals im asiatischen Raum aufgehalten.

Pfahls, eine Schlüsselfigur in der CDU-Spendenaffäre, werden Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit einem Panzergeschäft mit Saudi-Arabien Anfang der 90er Jahre vorgeworfen. Er war Anfang des Monats in Paris nach fünf Jahren Flucht gefasst worden. Der mittlerweile aus der CSU ausgeschlossene Politiker soll 3,8 Millionen Mark Schmiergeld vom Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber erhalten und dann das Panzergeschäft durchgesetzt haben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%