Stanislaw Tillich
Selbst im Ausnahmezustand bleibt er gelassen

Premium„Teflon-Tillich“ nennt die Opposition Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich. Auch die neue Justizaffäre will der CDU-Politiker an sich abperlen lassen. Ob er selbst was tun will, bleibt offen.

Der vergangene Freitag hätte ein guter Tag werden können für Stanislaw Tillich. Erbschaftsteuerreform im Bundesrat besiegelt, den gordischen Knoten bei den Bund-Länder-Finanzen durchschlagen, den Vorsitz der Länderkammer an die Kollegin Malu Dreyer abgegeben. Sachsens CDU-Ministerpräsident hätte sich als tatkräftiger Landesvater präsentieren können.

Dumm nur, dass alle Welt viel lieber wissen wollte, welche Konsequenzen der 57-jährige Regierungschef aus der anfänglichen Flucht des syrischen Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr und seinem Selbstmord in Leipziger Untersuchungshaft ziehen will. Die Antwort: Alles gründlich untersuchen, gegebenenfalls Gesetze verschärfen – sonst keine. Tillich macht, was er gut kann: Vorwürfe an sich abprallen lassen und hoffen, dass Gras...

 
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