Stasivorwürfe gegen PDS-Chef
Politiker von SPD und CDU fordern Biskys Rücktritt

Politiker von SPD und CDU haben den PDS- Vorsitzenden Lothar Bisky nach den erneut gegen ihn laut gewordenen Stasi-Vorwürfen zum Rücktritt aufgefordert.

dpa BERLIN. Der Sprecher der ostdeutschen SPD-Abgeordneten, Ernst Bahr, sagte der „Bild“-Zeitung: „Die Mitglieder der PDS-Führung müssen endlich ehrlich sagen, was sie in ihrer Vergangenheit getan haben, und sich offiziell davon distanzieren. Tun sie das nicht, sollten sie endgültig von der politischen Bildfläche verschwinden.“

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann sagte der Zeitung: „Die Vorwürfe haben sehr wohl eine neue Qualität. So einer darf keiner Partei vorstehen. Er muss zurücktreten!“ Auch die Ex-DDR- Bürgerrechtlerin und CDU-Bundestagsabgeordnete Vera Lengsfeld fordert den Rückzug des Parteivorsitzenden.

Der wissenschaftliche Direktor der Stasi- Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, warf Bisky Unehrlichkeit vor. „Die Erklärung, er hätte nur Reiseberichte geschrieben, wirkt doch ziemlich unglaubwürdig“, sagte Knabe am Donnerstag im infoRADIO Berlin-Brandenburg. Das Problem sei, dass Bisky nicht von sich aus sage, was genau er getan habe, erklärte Knabe. „So wird es jetzt so sein, ähnlich wie bei Stolpe oder Gysi (...), dass immer wieder neue Details und Fragen auftauchen werden.“

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