Steuer-Affäre
Poß lehnt pauschale Manager-Schelte ab

Der SPD-Fraktionsvize Joachim Poß hat in der Affäre um Post-Chef Klaus Zumwinkel vor einer pauschalen Manager-Schelte gewarnt. "Steuerhinterziehung ist auch ein Problem der gutbürgerlichen Stammtische", sagte er dem Handelsblatt

BERLIN. Deswegen müssten die Kontrollen in Deutschland und Europa verbessert werden. Die "wissentlichen Regelverletzungen" von Steuerzahlern wie Zumwinkel sollten jedoch nicht mit der Debatte über hohe Managergehälter verquickt werden, forderte Poß, der die SPD-Arbeitsgruppe zur Begrenzung von Managergehältern leitet: "Gier an sich ist nicht kriminell." Bei einer "intellektuell redlichen" Betrachtung hätten beide Themen unmittelbar nichts miteinander zu tun: "Man sollte jetzt nicht pauschal alles in einen Topf werfen."

Poß kritisierte erneut scharf die Union, die sich bei mehreren Gesetzesvorhaben der SPD in der Vergangenheit als "Schutzpatron der Steuerhinterzieher" betätigt habe: "Nicht nur die hessische CDU kennt sich mit Stiftungen ja bestens aus." Er unterstützte die Forderung des SPD-Präsidiums nach einer Überprüfung des Strafmaßes für Steuerhinterziehung. In der Diskussion über hohe Managergehälter werde seine Arbeitsgruppe voraussichtlich im nächsten Monat konkrete Vorschläge für mehr Transparenz und klarere Regeln machen.

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