Steuerschätzung
Finanzprognose in diesem Jahr mit Tücken

Ein Steuerschätzer braucht vor allem eines: Erfahrung. Weder gibt es eine Vorlesung noch ein Lehrbuch zu den Methoden der Steuerschätzer. Manch ein Mitglied des Kränzchens macht seit 20 Jahren kaum etwas anderes, als die Entwicklung der 30 Einzelsteuern zu beobachten. Tückische Steuerrechtsänderungen können die Schätzungen durcheinanderwirbeln.

DÜSSELDORF. Wenn heute drei Dutzend Finanzexperten bei der 135. Steuerschätzung in Hamburg zusammentreffen, ist für einen von ihnen alles neu – Christian Dreger. Der Chef der umstrittenen Konjunkturabteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist bereits der vierte Volkswirt, den DIW-Chef Klaus Zimmermann binnen drei Jahren in den erlauchten Schätzerkreis entsendet. Zunächst verkrachte Zimmermann sich mit seinem langjährigen Finanzmann Dieter Vesper; der erste Nachfolger Holger Bonin warf nach wenigen Wochen das Handtuch und wechselte zur Konkurrenz nach Mannheim und Doktorand Florian Zinsmeister fand jetzt einen sicheren Job im Wirtschaftsministerium.

Nun muss Christian Dreger ran, als „Interimslösung“, wie er einräumt. Steuern...

 
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