"Steuersenkungen schaffen keine neuen Stellen"
Gewerkschaften streiten über Unternehmenssteuer

Vor dem angekündigten Reformgipfel von Bundeskanzler Gerhard Schröder mit der Unions-Spitze streiten die Gewerkschaften um die Frage, ob eine Reform der Unternehmensbesteuerung einen Beitrag zu Überwindung der Jobkrise leisten kann.

HB DÜSSELDORF. Die Vizechefin der Gewerkschaft Verdi, Margret Mönig-Raane, widersprach in der Berliner Zeitung DGB-Chef Michael Sommer, der sich zuvor gesprächsbereit für eine Reform gezeigt hatte.

Die Steuerreform von 2001 habe gezeigt, dass Steuersenkungen für Firmen keine neuen Stellen schaffen, sagte Mönig-Raane. „Während Aktiengesellschaften und GmbH in den vergangenen vier Jahren mehr als 60 Mrd. Euro Steuern gespart haben, sind die Investitionen um 13 Prozent gesunken, mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung.“

Nötig seien eine stärkere Binnennachfrage und mehr öffentliche Investitionen, die durch ein gerechtes Steuersystem ohne Schlupflöcher finanziert werden müssten, sagte die Verdi-Vizechefin.

 
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